Der neue Museumsleiter setzt auf erweiterte Realität
Generationenwechsel im Schloss Kyburg
Seit Anfang Jahr hält Benjamin Hitz in der Kyburg das Zepter in der Hand. Der Historiker hat bereits Ideen, wie er Besucher anlocken will. Seine Kinder auch.
Benjamin Hitz hebt warnend die Stimme: «Achtung, Kopf, die Treppe ist nichts für heutige Masse!» Der Weg ins Büro des neuen Museumsleiters der Kyburg führt über eine enge Stiege und drei Etagen bis unters Dach des Willenturms. Neben einem zartblauen Kachelofen drängen sich zwei Schreibtische, an den holzverkleideten Wänden hängen Darstellungen des Schlosses aus verschiedenen Epochen.
«In der Kammer schliefen einst die Mägde», erklärt er. Leider sei der Kachelofen nicht mehr in Betrieb, und die Wärmeleistung der modernen Erdsonde im Ökonomieteil der Burg reiche nur knapp. Er zuckt mit der Schulter. «In einem über 1000 Jahre alten Gemäuer kann es im Winter grimmig kalt sein, das habe ich schon lernen müssen.»

