So badet es sich im Winter im beheizten Brunnen in Bubikon
Planschen bei 3 Grad und Nieselregen
Im Winter steigt kaum jemand freiwillig in einen Brunnen. Ausser, das Wasser hat 39 Grad – wie am Freitagabend beim Ritterhaus in Bubikon.
Und plötzlich ist da ein nacktes Füdli. Nur ganz kurz, dann verschwindet es in Badehosen. Der Mann, zu dem das Füdli gehört, legt sich ein Badetuch über die Schultern und schaut sich nach seiner Begleitung um. Gemeinsam spazieren sie in Badekleidern über den Vorplatz des Ritterhauses in Bubikon, direkt zum Brunnen.
Einige Meter weiter weg hat sich eine Schlange gebildet. Die meisten Wartenden tragen eine Winter- oder Regenjacke, einige schützen sich mit einem Schirm vor dem Nieselregen, andere reiben sich die Hände für etwas Wärme. Das Thermometer zeigt knappe drei Grad an, der Himmel ist grau.
Und trotzdem werden auch sie sich bald ausziehen, in Badehosen und Bikini schlüpfen und ein Bad im Brunnen beim Ritterhaus nehmen. Der Grund lässt sich in den Dampfwolken, die über dem Brunnen aufsteigen, erahnen: Das Wasser darin ist beheizt.

