Lehrer, Naturfreund und Seerestaurant-Gegner
Unermüdlicher Fällander
Als Lehrer hat Erich Sutter schwierige Schüler in Höngg und die Armut in Peru kennengelernt. Der Fällander des Jahres 2025 war als Naturschützer aktiv und hat Kämpfe gewonnen – aber auch verloren.
Erich Sutter inspiziert Minuten vor dem Interviewtermin die Pflanzen vor seinem Haus im Breiteli-Quartier, bevor er von einer Nachbarin aus seiner Konzentration gerissen wird. Er grüsst die vorbeigehende Frau freundlich, ehe er bereit ist, aus seinem facettenreichen Leben zu erzählen.
Aber womit soll der 84-jährige Fällander anfangen, wenn es doch so viel zu berichten gibt: mit seinen Jahren als Lehrer in Peru und Fällanden, seinem grossen Kampf für die Umwelt und gegen die Pläne eines Seerestaurants der Stadt Uster, seiner Zeit als Gemeinderat oder doch mit seinem Schaffen als Schriftsteller?
Wie die meisten Schweizer fängt Sutter an, über seinen Beruf zu erzählen, den er sein ganzes Leben ausgeübt hat. Seine Anfänge als Lehrer bestanden in ein paar Vikariatsjobs. Er unterrichtete beispielsweise in Höngg. «Ich hatte es damals mit schwierigen Schülern zu tun.» Und was tat der frischgebackene Lehrer, um dieser Meute Herr zu werden? Er ging mit ihnen oft raus in die Natur. «Dort konnten sie sich eher austoben als im Klassenzimmer.»
