«Ohne die öffentliche Aufmerksamkeit wäre nichts gegangen»
Verhinderte SBB-Serviceanlage in Bubikon
Als Sprecherin der IG Pro Brach Fuchsbühl hat sich Nicole Fritschi erfolgreich gegen den Bau einer SBB-Serviceanlage auf Kulturland in Bubikon gewehrt. Im Interview erzählt sie, wie es bei der SBB zur Kehrtwende kam – und warum am Ende auch Glück eine Rolle spielte.
4,4 Kilometer Gleise und eine Servicehalle von 150 Metern Länge auf insgesamt 80’000 Quadratmetern fruchtbarer Landwirtschaftsfläche: Die Zahlen haben sich bei Nicole Fritschi eingebrannt. «Das kann doch einfach nicht sein», sagt sie – und klingt dabei noch genauso entrüstet wie vor vier Jahren.
Damals weibelte sie als Sprecherin für die IG Pro Brach Fuchsbühl an vorderster Front gegen das SBB-Projekt, das an diesem Standort in Bubikon den Bau einer Serviceanlage und neuer Abstellgleise vorsah. Sie half unter anderem bei der Organisation von Protesten und der Mobilisierung der Bevölkerung, fütterte die Medien und vertrat die IG im Austausch mit den SBB und dem Kanton.
Ein Engagement, das sich lohnte: Zum Ende der Vernehmlassung verzichtete der Kanton im September 2021 auf den geplanten Richtplaneintrag, die SBB gingen bezüglich des Standorts noch einmal über die Bücher. Und seit die SBB letzte Woche bekannt gaben, dass sie eine Anlage in Schaffhausen bauen möchten (siehe Box), dürfte das Thema für Bubikon sicherlich vorderhand, womöglich sogar ganz vom Tisch sein.

