Zeller Uni-Professorin fordert, Umweltbildung neu zu denken
Neues Fachbuch veröffentlicht
Regula Kyburz-Graber aus Zell kritisiert in ihrem neuen Buch, wie Jugendliche umweltbewusstes Verhalten vermittelt bekommen. Die emeritierte Professorin wünscht sich mehr Inspiration und weniger Appell.
Regula Kyburz-Graber war zehn Jahre alt, als sie zum ersten Mal einen Wiedehopf sah. Mit ihrer Familie wanderte sie durch ein Naturschutzgebiet entlang der Reuss, als ihr Vater den Vogel entdeckte.
Vögel zu beobachten, war für das Mädchen längst nichts Besonderes mehr – trotzdem brannte sich ihr das Erlebnis tief ins Gedächtnis ein. «Nie wieder werdet ihr diesen Vogel in eurem Leben sehen», hatte ihr Vater gesagt. «Nie wieder.»
Seine Erklärung: Der Wiedehopf ist vom Aussterben bedroht, weil sein Lebensraum zerstört wurde. Zwei Jahre später musste die Zwölfjährige einen Aufsatz schreiben. Das Thema: «Nie wieder». Sie wusste sofort, worüber sie schreiben wollte. Den prachtvollen orange-schwarz-weissen Vogel mit dem charakteristischen Federschopf.
