Beim Loipen-Cup in Hittnau wird dieses Jahr geschossen
Neue Disziplin
Der Loipen-Cup in Hittnau geht in die dritte Runde. Obwohl erneut kein Schnee fallen wird, steht ein erfolgreicher Samstag bevor: In diesem Jahr wird die Fun-Staffel als Biathlon ausgetragen.
Es stehen zwei Dinge vor der Tür. Zum einen der Loipen-Cup in Hittnau und zum anderen die Biathlon-Weltmeisterschaft in der Lenzerheide. Zwar liegen die beiden Orte über 100 Kilometer weit auseinander, trotzdem haben sie tatsächlich etwas gemeinsam: Bald wird dort geschossen.
Am 8. Februar findet in Hittnau zum dritten Mal der Loipen-Cup statt. In den Kategorien Kinder, Damen und Herren messen sich die Teilnehmenden beim Wettkampf auf Langlaufskiern.
Und weil es vor allem auch einfach Spass machen soll, gibt es die Fun-Staffel. Dort treten Zweier- oder Viererteams gegeneinander an. Letztes Jahr haben sie Tennisbälle durch einen Ring geworfen. Jetzt müssen die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer mit einem Gewehr ins Schwarze treffen.
Lasergewehre für mehr Sicherheit
Ganz im Sinne der Biathlon-WM? Eigentlich nicht. Dass beim Loipen-Cup nun geschossen wird, ist nicht auf die in der Lenzerheide stattfindende Weltmeisterschaft zurückzuführen. «Wir wollten die Fun-Staffel schon zu Beginn zu einem Biathlon lupfen», sagt Oliver Kofel, OK-Präsident des Loipen-Cups Hittnau. «Im Nachhinein haben wir gemerkt, dass die Biathlon-WM stattfindet. Ein schöner Zufall.»
Die Zielscheibe hat Kofel von der Schützengesellschaft Hombrechtikon ausgeliehen. Bei seinem Nachhauseweg fuhr er immer wieder an der Schiessanlage in Hombrechtikon vorbei. Eine kurze Google-Recherche später konnte er sich mit dem Verein vernetzen.
Darauf testete Kofel die Zielscheibe im Keller der Schützengesellschaft. «Das hat ziemlich viel Spass gemacht, wir wollten gar nicht mehr aufhören.» Statt mit einem Luftdruckgewehr wird am Loipen-Cup mit einem Lasergewehr geschossen. «Das Ganze soll ungefährlich sein. Immerhin machen ja auch Kinder mit», erklärt der OK-Präsident.
So sei es auch kein Laser wie bei einem Laserpointer, sondern lediglich ein fast unsichtbarer Strahl, auf welchen die Zielscheibe reagiere. «Wie bei einem richtigen Gewehr muss man dieses auch nach jedem Schuss ‹aufladen›. Es macht wirklich viel Spass.»
Wenn der Plan B zum Plan A wird
Spass ist das A und O beim Loipen-Cup. «Eigentlich ist er wie das Winter-Grümpi», sagt Kofel. Der Plausch stehe stets im Vordergrund. Deswegen sind auch das Festzelt und das gemeinsame Fondue am Ende des Wettkampfs so wichtig. «Damit bringen wir das Dorf zusammen und veranstalten etwas Geselliges, obwohl im Winter äusserst wenig läuft.»
Obwohl der Loipen-Cup bisher noch nie mit reichlich Schnee gesegnet war, lässt sich das Veranstaltungsteam den Spass nicht nehmen. Als Alternative zum natürlichen Schnee versorgt die Eishalle Bäretswil den Loipen-Cup mit dem Abrieb der Eisputzmaschine – den Schneeersatz darf Kofel mit seinem Team abholen. «Der Plan B ist eigentlich zum Plan A geworden», witzelt Kofel.
Schnee hin oder her, der OK-Präsident wollte sich für seine Gemeinde engagieren. Da konnte auch Frau Holle nie einen Strich durch die Rechnung machen. Und würde es nach Kofel gehen, dann würde der Loipen-Cup mindestens das 5-Jahr-Jubiläum erreichen.
Aber woher kommt so viel Zuversicht? «Das Team ist einzigartig. Es ist nicht einfach, engagierte Menschen zu finden. Erst recht nicht, wenn es um freiwillige Hilfe geht.» Und engagierte Gleichgesinnte hat er auf jeden Fall gefunden.
3. Loipen-Cup Hittnau
Am Samstag, 8. Februar, findet der allzeit beliebte Loipen-Cup in Hittnau statt – wegen Schneemangel beim Golf und Country Club. Um 13 Uhr messen sich die Kinder beim Langlaufen, ab 13.30 Uhr sind die Damen dran, um 13.45 Uhr die Herren.
Ab 15.15 Uhr findet die Fun-Staffel mit der neuen Biathlon-Disziplin statt. Anmelden kann man sich noch bis kurz vor dem Wettkampf. Die Rangverkündung ist um 18 Uhr. Anschliessend gibt es Fondue im Festzelt, um den Tag noch gebührend abzurunden. (mgp)
