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Sie überreichten Gesundheitsdirektorin Rickli Unterschriften für das GZO Spital

Seit letztem Mai sammelten zwei Oberländerinnen Unterschriften für das GZO Spital. Nun konnten sie mit ihrem Anliegen bei der Regierungspräsidentin vorsprechen.

Die beiden Petentinnen Sonja Preisig (links) und Irene Stadler (Dritte von links) überbringen Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli und Jörg Gruber vom Amt für Gesundheit ihre Petition.

Foto: PD

Sie überreichten Gesundheitsdirektorin Rickli Unterschriften für das GZO Spital

Unterstützung aus der Bevölkerung

Seit letztem Mai sammelten zwei Oberländerinnen Unterschriften für das Spital Wetzikon. Nun konnten sie mit ihrem Anliegen bei der Regierungspräsidentin vorsprechen.

Das Echo war im vergangenen Mai gross. Innerhalb von nur wenigen Tagen unterzeichneten fast 19’000 Menschen eine Online-Petition, die den Erhalt des GZO Spitals Wetzikon forderte. Lanciert hatten sie zwei Oberländerinnen, nachdem das Spital in finanzielle Schieflage geraten war. Bis heute kämpft es um sein Weiterbestehen.

Adressiert war die Petition an Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP). Die Appelle im Schreiben eindringlich: «Helfen Sie dem GZO Spital.» Oder: «Wir alle brauchen das GZO.» Rickli sollte «sich einen Ruck geben» und die kantonale Finanzspritze doch noch gewähren.

Verspätete Antwort wegen Beschwerde

Eine Antwort auf ihr Anliegen erhielten die Petentinnen zunächst aber nicht. Die Gesundheitsdirektion verwies auf ein laufendes Rechtsverfahren. Das Spital Wetzikon hatte sich vor Gericht dagegen wehren wollen, dass der Kanton ihm die finanzielle Unterstützung untersagte.

Ende November zog das Regionalspital die Beschwerde dann aber zurück. Das Sanierungskonzept habe nun Priorität, nicht eine gerichtliche Auseinandersetzung, hiess es seitens der Verantwortlichen. Damit wurde der Weg für ein Treffen zwischen den Petentinnen und Vertretern der Gesundheitsdirektion frei.

Forderungen eingebracht

Am 21. Januar war es schliesslich so weit. Irene Stadler und Sonja Preisig überreichten Regierungspräsidentin Natalie Rickli insgesamt 20’318 Unterschriften. Anschliessend folgte ein Gespräch, an dem auch der Leiter der Versorgungsplanung des Amts für Gesundheit, Jörg Gruber, teilnahm.

Gemäss einer Mitteilung unterstrichen die beiden Frauen gegenüber den Vertretern der Gesundheitsdirektion nochmals ihren Wunsch, dass in Wetzikon eine Gesundheitsversorgung erhalten bleiben soll. Den Austausch bezeichnen sie als informativ und angenehm.

Sie hätten die Gesundheitsdirektorin gebeten, sich aktiv für das GZO Spital und einen Spitalverbund mit den Spitälern in Uster und Männedorf einzusetzen. «Ein Spitalverbund wäre für die aktuell stark wachsende Bevölkerung im Zürcher Oberland die beste Lösung», heisst es in der Mitteilung.

Kein Versorgungsnotstand

Das Anliegen kann Regierungspräsidentin Rickli nachvollziehen, wie aus einem von ihr gezeichneten Schreiben an die beiden Petentinnen hervorgeht. Das Dokument liegt dieser Redaktion vor. «Die Gesundheitsdirektion hat Verständnis für die Sorgen um die Gesundheitsversorgung in der Region», heisst es darin.

Wie schon seit Beginn der Turbulenzen rund um das Wetziker Spital betont die Gesundheitsdirektion aber, dass die Versorgung auch ohne das GZO gewährleistet sei. Es sei lediglich mit kurzfristigen Einschränkungen zu rechnen, sollte das Spital schliessen. Ohne einen drohenden Versorgungsnotstand könne der Kanton deshalb nicht eingreifen.

Positive Signale für Spitalverbund

Die Gesundheitsdirektion stehe mit den Spitalverantwortlichen aber in regelmässigem Austausch. Zudem habe erst kürzlich ein Treffen mit den Aktionärsgemeinden stattgefunden. Positiv äussert sich die Gesundheitsdirektion zu einem möglichen Spitalverbund, den das Spital nach der erhofften finanziellen Sanierung anstrebt. «Insbesondere wenn im Verbund gegenseitig ergänzende stationäre und ambulante Angebote geplant werden.»

Bis zu einem Spitalverbund ist es aber noch ein weiter Weg. Denn die Sanierung des Spitals ist noch bei Weitem nicht sicher. Ein wichtiger Schritt soll Mitte Februar erfolgen. Dann wollen die Aktionärsgemeinden bekannt geben, ob sie sich alle in vollem Umfang an der geplanten Aktienkapitalerhöhung von 50 Millionen Franken beteiligen werden. Anschliessend müssen dann die Stimmberechtigten entscheiden.

Irene Stadler und Sonja Preisig setzen sich nun schon seit Monaten für das GZO Spital ein. Sie zeigen sich nach dem Gespräch und auch wegen der grossen Solidarität, die sie durch ihre Petition erfahren haben, optimistisch. Die Petentinnen sind zuversichtlich, dass die Oberländerinnen und Oberländer hinter dem Spital stehen und sich für die finanzielle Unterstützung aussprechen werden.

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