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OK der Rad-WM will Gemeinden nicht für Mehrkosten entschädigen

Mehrere Gemeinden hatten beim Organisationskomitee Rechnungen eingereicht, jedoch ohne Erfolg. Auch die Gemeinde Maur setzte auf eine Entschädigung.

Für die Rad-WM haben viele Gemeinden tief in die Tasche greifen müssen. Sie fordern das Geld zurück. Erfolglos. (Archiv)

Foto: Seraina Boner

OK der Rad-WM will Gemeinden nicht für Mehrkosten entschädigen

Absage

Mehrere Gemeinden hatten dem Organisationskomitee eine Rechnung gestellt. Ohne Erfolg. Auch die Gemeinde Maur hoffte auf eine Entschädigung.

Das lokale Organisationskomitee der Rad-WM hat mehreren Zürcher Gemeinden eine Absage erteilt. Das OK will die Mehrkosten, die den Gemeinden wegen des Grossanlasses vom vergangenen Herbst entstanden sind, nicht übernehmen.

«Wir haben einen negativen Bescheid gegeben», sagte OK-Sprecher Andreas Herren gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF1 vom Mittwoch. Es gebe keine Rechtsgrundlage dafür, dass das lokale Organisationskomitee die Kosten tragen müsse.

Dazu gebe es auch einen Regierungsratsbeschluss, der den Gemeinden bekannt sei. Bei den betroffenen Gemeinden kommt die Absage schlecht an. Sie prüfen nun juristische Schritte.

Die Gemeinde Zumikon beispielsweise schickte der Rad-WM eine Rechnung über 51'000 Franken. Da die Rennstrecke direkt am Feuerwehrdepot vorbeiführte und dieses somit nicht erreichbar war, musste die Gemeinde eine Pikett-Truppe organisieren, die vor Ort blieb. Nur so konnte die Einsatzbereitschaft sichergestellt werden.

Erlenbach fordert eine Erstattung in Höhe von etwa 25’000 Franken. Die Gemeinde hatte Ausgaben für Informationsmassnahmen und den Betrieb einer Hotline. Zudem war das Gemeindehaus am Abstimmungssonntag nicht zugänglich, sodass für das Wahlbüro ein alternativer Standort gefunden werden musste.

Maur musste 90’000 Franken Kredit aufnehmen

Auch eine Oberländer Gemeinde wollte dem OK eine Rechnung stellen. Maur kündigte im letzten Jahr an, die Ausgaben für Sold und Verpflegung von Feuerwehr und Zivilschutz, wie auch für Informations- und Signalisationsmaterial zurückfordern zu wollen. Wegen der Rad-WM hat die Gemeinde einen unerwarteten Kredit von 90’000 Franken sprechen müssen.

Die Gemeinde hat die endgültigen Mehrkosten abgerechnet. Nach Abzug der Unterstützung vom Amt für Militärschutz und der Kosten für das Signalisationsmaterial, das weiterhin von der Gemeinde genutzt werden kann, bleiben noch 57’064 Franken übrig.

Der Gemeinderat steht im Austausch mit dem OK und weiteren Stellen. Konkrete Aussagen dazu sind aktuell noch nicht möglich. «Wir haben vom Entscheid des Komitees gehört und hoffen, dass sich vielleicht doch irgendwo ein Türchen öffnet», sagt Christoph Bless, Gemeindeschreiber von Maur. Eine Stellungnahme der Gemeinde erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

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