Gesetzliche Tanztage, eine schwere Katastrophe und ein «Après-Skischuhe»-Ausverkauf
Aus dem Archiv – Teil 2
1950 stand im «Anzeiger der Gemeinde Dübendorf» die Fasnacht hoch im Kurs. Bereits im frühen Jahr ging es politisch rund – und ein Unglück wurde als «schwerste Katastrophe seit langer Zeit» bezeichnet.
Im Januar 1950 hiess das amtliche Publikationsorgan «Anzeiger der Gemeinde Dübendorf». Die Wochenzeitung erschien jeweils am Freitagmittag im Dübendorfer Verlag W. Eckinger, den es heute nicht mehr gibt. Der Abonnementspreis betrug 2 Franken jährlich.
In mehreren Ausgaben schwor das «Dü-Ba-Fa-Komitee» die Bevölkerung auf die nahende Fasnacht ein. «Nach einem Unterbruch von mehreren Jahren ist es fast ein Gebot der Pflicht», so die Organisatoren, «dass sich unser Dorf wieder einmal zu einer solchen Kraftprobe aufrafft und damit beweist, dass die Tradition einer währschaften Bauern-Fastnacht noch immer lebendig ist.» Jeder einzelne humorbegabte Dübendorfer solle in seinem Hirnstübchen nach geeigneten Ideen für den Umzug herumstöbern.
Geschlechtergetrennte Anlässe bewarb die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach. In der ersten Januarausgabe pries sie den «Männerabend» an, der im Restaurant Hecht stattfand.
