1925 gab es in Dübendorf noch eine Schwarzbrennerei und Bauland zu kaufen
Aus dem Archiv – Teil 1
Ein Blick in die Januarausgaben der «Dübendorfer Nachrichten» vor 100 Jahren fördert Skurriles zutage. Zu der Zeit befanden sich gefälschte Banknoten im Umlauf, willige Mädchen wurden gesucht, und im «Hecht» debattierte man über Überfremdung.
Die «Dübendorfer Nachrichten» waren vor 100 Jahren Teil des «Wochenblatts Bezirk Uster», das es seit 1890 gab. Die Zeitung kostete damals zwischen 16 und 18 Rappen, im Abonnement Fr. 11.50.
In der Ausgabe vom 12. Januar 1925 war unter der Rubrik «Eidgenossenschaft» ein Aufruf der Behörden zu finden: «Um Goldmünzen in Zirkulation zu bringen, sollen den eidgenössischen Beamten die Besoldungen am nächsten Zahltag in Gold ausgerichtet werden.» Der Bund forderte die Leute auf, kein Gold zurückzubehalten, sondern es in Umlauf zu bringen. Der Verfasser des Artikels wiederum machte die Banken für die Goldknappheit verantwortlich: «Erst wenn die Banken wieder mit dem Gold herausrücken, erst dann wird auch der Private seine Goldvögel wieder fliegen lassen, vorher nicht.»
Auch ein anderes Zahlungsmittel sorgte damals für Probleme. So wurde vor falschen 50er- und 100er-Noten gewarnt, die «gelegentlich noch immer» im Umlauf waren. Zu erkennen seien sie unter anderem am schlechten Papier oder an der unscharfen Zeichnung des Notenbilds. Der blaue 100er-Schein hatte damals Wilhelm Tell und das Jungfraumassiv als Motiv, der 50er-Schein ist nicht beschrieben.
