Das Jugi Uster steht vor allem bei Jungs hoch im Kurs
Mitten in der Pubertät
Ein Besuch im Jugendtreff zeigt: Der Ort ist beliebt, auch die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden nutzen das Angebot. Stösst die Jugendarbeit in Uster an ihre Kapazitätsgrenzen?
Freitagabend auf dem Zeughausareal in Uster: Es ist schon dunkel, vor dem Jugendtreff brennt ein Feuer in einer Tonne. Der Ort wirkt von aussen wie eine lebendige Oase inmitten einer Betonwüste. Später werden die Jugendlichen hier noch Poulet-Würstchen braten. «Poulet, weil viele kein Schweinefleisch essen», sagt Nicolas Eugster.
Der 37-Jährige ist seit drei Jahren Leiter der Fachstelle für offene Kinder- und Jugendarbeit in Uster. Er wirkt entspannt, wenn er von seinem sinnstiftenden Beruf spricht.
Dennoch betont er, dass die Jugendarbeit in der Stadt an ihre Kapazitätsgrenze stösst. «Am besten läuft es, wenn wir Jugendarbeiter den Jugendlichen beratend zur Seite stehen können – und nicht die Polizistenrolle annehmen müssen.»

