Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Diese Ereignisse bewegten 2024 im Bezirk Uster

Egg will sich gegen die geplanten Deponien auf seinem Boden wehren. Und reihum geben neue Bauten zu reden.

Die Deponie Chrützlen ist die grösste in der Region und liegt auf Egger und Oetwiler Boden.

Foto: Eduard Gautschi

Diese Ereignisse bewegten 2024 im Bezirk Uster

Jahresrückblick

Die Rad-WM blockiert am Greifensee. Die Region soll noch mehr Deponien erhalten. Und in Uster gibts verschmutztes Trinkwasser und kaum Kommunikation.

Zwei Werkheim-Bewohner sterben bei Brand

Zwei Personen bei Brand in Wohnheim gestorben.
Zwei Personen sterben bei einem Brand in einer Wohngruppe des Werkheims in Uster.

Am 3. Januar kommt es im Werkheim Uster zu einem verheerenden Brand. In einer Wohngruppe des Instituts für kognitiv beeinträchtigte Menschen sterben eine 31-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann. Eine Betreuerin muss mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Spital. Beim Feuer, das durch menschlichen Einfluss ausgelöst worden ist, entsteht ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken. Die übrigen Bewohner der Wohngruppe werden in anderen Einheiten untergebracht.  

Kanti wird nach Dübendorf zurückkehren

Blick auf einen Parkplatz und Gebäude bei Regenwetter.
Auf diesem Parkplatz auf dem Empa-Areal in Dübendorf wird der Kanton ein Kanti-Provisorium erstellen.

Am 17. Januar gibt es frohe Kunde für Dübendorf: Die Stadt wird wieder eine Kantonsschule erhalten. Der Regierungsrat will im Sommer 2026 auf dem Empa-Gelände ein Provisorium für 650 Schüler eröffnen. Mit diesem Bau soll auch Winterthur entlastet werden. Zudem wird eine definitive Lösung gesucht. Wo diese zu stehen kommt, ist noch offen. 2012 war die Kanti Glattal geschlossen und nach Uster verlegt worden.

Toter in Maur führt zu Führungskrise beim Lokalblatt

Man sieht die Frontseite einer Zeitung.
Ein Artikel in der «Maurmer Post» löst eine Schlammschlacht aus. Und wirbelt die lokale Medienlandschaft durcheinander.

Am 24. Februar wird in Maur ein Mann leblos auf der Aussentreppe eines Hauses gefunden. Wenige Tage darauf wird ein Mann verhaftet, der für den Tod verantwortlich sein könnte. Der Fall wird von der «Maurmer Post» aufgegriffen und Vorwürfe an die Adresse der Gemeinde erhoben. Der Artikel missfällt dem Gemeinderat. Und in der Folge werden der bisherige Chefredaktor und sein Stellvertreter und Autor des Artikels kaltgestellt. Per 1. April wird die Chef-Stelle neu besetzt, interimistisch. Doch auch diese Lösung hält nur bis Ende Jahr. Zudem übernimmt der Gemeinderat selbst die Kontrolle über das Blatt. Im Juni wird klar, dass Maur mit der «Maurmer Zeitung» fortan zwei Lokalblätter haben wird. Das Führungsduo ist identisch mit dem wegspedierten Doppel der «Maurmer Post». Ende November geben die Anhänger der neuen Dorfzeitung an einem Diskussionsabend bekannt, dass sie die «Maurmer Post» übernehmen wollen. Am 29. Juli kommt es in der Gemeinde zu einem zweiten Mord. Auf der Forch bringt ein 50-jähriger Schweizer seinen vier Jahre jüngeren Bruder um.

Spital Uster sichert sich zusätzliches Kapital und einen neuen CEO

Martin Werthmüller, CEO Spital Uster, portraitiert am Spital Uster.
Martin Werthmüller, der neue CEO des Spitals Uster, übernimmt einen Betrieb mit frischem Kapital.

Das Spital Uster braucht zusätzliches Geld, 40 Millionen Franken insgesamt. Am 3. März sprechen die vier wichtigsten Aktionärsgemeinden – Dübendorf, Pfäffikon, Schwerzenbach und Uster – an der Urne ihren Anteil. Weitere Gemeinden heissen im Laufe des März die Kapitalerhöhung gut. Insgesamt kommen 33,2 Millionen Franken zusammen. Im Mai wird die Refinanzierung des Spitals abgeschlossen. Im September tritt der neue CEO Martin Werthmüller, ein Pfäffiker Gesundheitsfachmann, seinen Posten an.  

Zukunft der Unteren Farb in Uster bleibt weiterhin offen

Die untere Farb am Aabach in Uster.
Eine Visualisierung der Unteren Farb, wie sie nach dem Umbau hätte aussehen sollen. Doch die Ustermer lehnen die Einquartierung des Stadtarchivs und der Paul Kläui Bibliothek in die Liegenschaft ab.

Die lange Geschichte, was aus der historischen Unteren Farb am Aabach in Uster werden soll, wird am 3. März um ein Kapitel länger: Die Ustermer Stimmberechtigten lehnen knapp einen Projektierungskredit über 1,16 Millionen Franken ab.  Die Stadt hätte im Komplex Gemeinschaftsräume, Büros und Platz für das Stadtarchiv und die Paul Kläui Bibliothek schaffen wollen. Auch in der zweiten Jahreshälfte gehen die Meinungen über die weitere Zukunft der Unteren Farb weit auseinander. Für das Stadtarchiv kristallisiert sich aber die ehemalige Käserei Roth als künftige Bleibe heraus.

Dübendorf erhält ein neues Schulhaus

Visualisierung Neubau Schulhaus Birchlen Dübendorf.
So dürfte der Neubau des Schulhauses Birchlen in Dübendorf dereinst aussehen.

Mit einer Zustimmung von über Dreiviertel heissen die Dübendorfer Stimmberechtigten am 3. März den Ersatzbau für das Birchlen-Schulhaus gut. Für 64 Millionen Franken werden 22 Klassenzimmer, ein Musikschulzentrum und eine grosse Küche gebaut. 2025 soll der Spatenstich erfolgen und schon zwei Jahre später das neue Zentrum in Betrieb genommen werden.

Nänikon bleibt bei Uster

Martin Bornhauser beim Kick Off von Pro 8606.
Martin Bornhauser (rechts), früherer Ustermer Stadtpräsident, plädierte als Näniker für eine Loslösung der Aussenwacht von der Stadt Uster.

Die Mehrheit der Ustermer hat am 24. November gesprochen: Sie wollen nicht auf die beiden Aussenwachten Nänikon und Werrikon verzichten. Das Komitee Pro 8606 hat mit einer Initiative, die am 6. Februar als gültig anerkannt worden ist, die Abstimmung angepeilt. Ziel wäre ein Anschluss an Greifensee gewesen. Auslöser für die Separationsgelüste ist der Streit um die Aufspaltung der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee gewesen. Bereits Ende Februar hat das Bundesgericht entschieden, dass der Bezirksrat Uster für das Vorgehen im Trennungsstreit zuständig ist. Nach der Abstimmungsniederlage der Separatisten muss nun eine Lösung für die Auftrennung der Sekundarschule Nänikon-Greifensee gefunden werden.

Greifensee holt Feuerwerk vom Himmel – andere Gemeinde ziehen nach

1. August mit Bundesfeier in der Altrüti Gossau.
An der diesjährigen Bundesfeier auf der Altrüti in Gossau darf es noch knallen. Doch 2025 ist das verboten.

Wegen zunehmender Kritik kündigt die Gemeinde Greifensee im März an, am 1. August auf das offizielle Feuerwerk zu verzichten. Die Stimmung gegen laute Feuerwerke schlägt auch in anderen Oberländer Gemeinden um. Am 12. Juni zieht Bubikon nach und verbietet bereits für die Bundesfeier Knaller, und das gilt auch für Silvester. Gossau macht es den anderen am 18. November gleich und verbietet laute Raketen und Böller generell. Die Dürntner werden 2025 an der Urne darüber befinden, ob es dort zu einem Verbot kommt.

Egg soll gleich vier Deponien erhalten

Kartenausschnitt mit bestehenden und geplanten Deponien Erzacher, Chrüzlen, Leerüti,  Büelholz, Tägernauer Holz in und um Egg, Stand April 2024.
Der Kartenausschnitt zeigt die bestehenden und geplanten Deponien Erzacher (grün), Chrüzlen (violett), Leerüti (blau, Mitte), Büelholz (blau, links oben) und Tägernauer Holz (blau, ganz rechts, nicht mehr auf Egger Boden) in und um Egg.

Am 5. April gibt die Baudirektion die neue Deponieplanung bekannt. Gleich fünf neue Standorte sieht er im Oberland vor, nämlich in Volketswil, Lindau, Hinwil, Maur und Egg. Nicht verzichtet wird auf die besonders umstrittene Deponie mitten im Tägernauer Holz zwischen Gossau und Grüningen. Werden alle Standorte festgesetzt, ergäbe sich kantonsweit bei Gossau und Egg die höchste Dichte. Dort wären es drei, hier gleich vier Deponien. Die betroffenen Gemeinden und Anwohner kündigen Widerstand an.

Auf dem Ustermer Zeughausareal entsteht ein Kulturzentrum

Eine Visualisierung zeigt Gebäude und Leute auf dem Ustermer Zeughausareal.
So soll sich das Ustermer Zeughausareal nach dem Bau des Kulturzentrums präsentieren.

Nach einem mit harten Bandagen geführten Abstimmungskampf steht am 9. Juni fest, dass auf dem Zeughausareal in Uster für knapp 37 Millionen Franken ein Kulturzentrum entstehen wird. Auch die Gründung einer eigenen Aktiengesellschaft passiert an der Urne.

Dabu Fantastic spielt das erste Mal in seiner Heimat

Dabu Fantastic im beziehungsweise vor dem Gasthof Löwen in Mönchaltorf.

Der 13. Juni bringt eine Premiere: Der in Mönchaltorf aufgewachsene Dabu Bucher gibt in seiner einstigen Wohngemeinde sein erstes Konzert. Dieses steigt im Rahmen des Regionalturnfests, das in Mönchaltorf durchgeführt wird. Für seinen Auftritt zieht er auch zwei Schulklassen mit ein. Gemeinsam gesungen wird «Miin Ort», ein Song, mit dem sich viele Mönchaltorfer identifizieren.

Fällander Flüchtlingsunterkunft kommt neben Kläranlage zu stehen

Ein Maisfeld neben einer Klärananlage.
Auf dem Maisfeld neben der Ara Bachwis wird die Flüchtlingsunterkunft zu stehen kommen.

Einen Bundesgerichtsentscheid und viele Monate Planung später beerdigt der Fällander Gemeinderat sein Vorhaben, im Letzacher Wohncontainer für 64 Asylsuchende aufzustellen. Sehr zur Freude der Anwohner, die sich gegen das Vorhaben gewehrt haben. Stattdessen nimmt die Exekutive nun einen Platz neben der Kläranlage ins Visier. Diesen hatte sie zuvor als ungeeignet erachtet. Am 27. November steht nach hart geführter Diskussion an der Gemeindeversammlung fest, dass die Geflüchteten neben der Kläranlage eine Bleibe finden werden.

Trinkwasser in Uster wird verunreinigt und die Kommunikation versagt

Das Pumpwerk Strandbad wurde vom Netz genommen.
Über das Pumpwerk Strandbad gelangte verschmutztes Wasser ins Ustermer Leitungssystem.

Am 8. August wird das Trinkwasser in Riedikon, Niederuster, Werrikon und Nänikon verunreinigt. Das Leitungswasser soll nicht nur nicht getrunken, sondern auch nicht fürs Zähneputzen verwendet werden. Selbst zum Salatwaschen eignet es sich nicht mehr. In der Gegend ist in den Läden rasch das Mineralwasser ausverkauft. Erst vier Tage später ist das Problem behoben. Nachwirkungen hat allerdings die mangelhafte Informationspraxis der Stadt. So hat es keine breite Information der Bevölkerung gegeben und auch keinen Alarm auf der Notfall-App Alertswiss. Der Verwaltungsratspräsident der Energie Uster AG, Stadtrat Stefan Feldmann (SP), entschuldigt sich für die Fehler und verspricht Besserung. Als kleine Wiedergutmachung erhalten alle Ustermer vier Tage lang ihr Trinkwasser geschenkt.  

Die Rad-WM schneidet am Greifensee Anwohner ab

Eine Velofahrerin fährt an Zuschauern vorbei.
Während die Radrennfahrerinnen wie hier in Fällanden freie Fahrt haben, gibt es für viele Anwohner rund um den Greifensee kein Durchkommen.

Vom 21. bis 29. September findet in und um Zürich die Rad-WM statt. Davon betroffen ist auch das Oberland, denn Gossau und Uster werden ins Streckennetz eingebunden. An beiden Orten führen die Rennen teilweise zu kompletten Verkehrsstilllegungen der Zentren. Viele Anwohner werden abgeschnitten, was zu Kritik führt. Sie werden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen sich selbst arrangieren. Grosse Einschränkungen gibt es auch in Dübendorf, Egg, Fällanden, Greifensee, Maur, Mönchaltorf und Schwerzenbach.

Volketswil wird zur Einheitsgemeinde

Drei Fahnen wehen vor dem Gemeindehaus Volketswil.
Die Politische und die Schulgemeinde in Volketswil schliessen sich zusammen.

Am 22. September wird klar: Volketswil wandelt sich zur Einheitsgemeinde. 73 Prozent der Abstimmenden stimmen der Umgestaltung zu. Das deutliche Resultat möglich gemacht hat, dass Schulpflege und Gemeinderat ihren einstigen Zwist beigelegt haben. Die neue Gemeindeordnung tritt auf den 1. Juli 2026 in Kraft.  

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns