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«Wenn wir zu viel Alarm schlagen, verunsichern wir Eltern und Kinder»

Dübendorfer Eltern sorgen sich nach weiteren Meldungen zu vermeintlich versuchten Entführungen. Primarschulpräsidentin Susanne Hänni nimmt Stellung.

Stadträtin Susanne Hänni erinnert daran, dass die Eltern Vorfälle zuerst der Polizei melden sollten. (Archiv)

Foto: Christian Merz

«Wenn wir zu viel Alarm schlagen, verunsichern wir Eltern und Kinder»

Aufregung an Dübendorfer Schulen

Dübendorfer Eltern sind nach weiteren Meldungen zu vermeintlich versuchten Entführungen besorgt. Primarschulpräsidentin Susanne Hänni (GEU/GLP) nimmt im Interview Stellung dazu.

Ende November verbreitete sich in Dübendorf die Nachricht, dass ein unbekannter Mann ein Mädchen vor dem Schulhaus Högler in sein Auto locken wollte. Kürzlich haben sich besorgte Eltern bei der «Glattaler»- Redaktion gemeldet, weil Schulkinder angeblich auch vor anderen Schulhäusern etwas Ähnliches gesehen haben. 

Frau Hänni, haben Sie nebst dem Högler auch von einem Zwischenfall an den Schulen Sonnenberg und Wil gehört?

Susanne Hänni: Wir als Schule werden in der Regel von den Eltern informiert, wenn es auf dem Schulweg einen Vorfall gab. Die Zuständigkeit dafür liegt jedoch bei der Polizei, die auch die nötigen Abklärungen vornimmt. Es ist daher wichtig, dass betroffene Eltern als Erstes die Polizei informieren.

In einem Elternchat ist ein möglicher Vorfall beim Schulhaus Wil erwähnt. Können Sie dies bestätigen?

Ein Schulkind hat einen ähnlichen Vorfall wie im Högler geschildert. Wir haben die Eltern direkt an die Kantonspolizei verwiesen. Die Abklärungen dazu laufen noch.    

Und wann haben Sie entschieden, alle Eltern der Schüler der Primarschulen in Dübendorf zu informieren?

Das war am Mittwochnachmittag (am Tag des Vorfalls im Högler, Anmerkung der Redaktion). Am folgenden Tag haben wir noch einmal ausführlicher informiert.

Wie denn?

In dieser Information ging es um die zwischenzeitlich getroffenen Massnahmen, um die Situation zu beruhigen und den Kindern wieder Sicherheit zu geben. Alle Lehrpersonen haben mit ihren Klassen besprochen, wie man sich korrekt verhält, wenn man von einer fremden Person angesprochen wird.

Keine unnötige Panik zu verbreiten, dürfte jedoch in solchen Fällen schwierig sein, oder?

Panik wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Wenn wir zu viel Alarm schlagen, verunsichern wir Eltern und Kinder. Dennoch wollen und müssen wir jeden Fall ernst nehmen. Generell bekommen wir jedes Jahr Meldungen, wenn es morgens und abends länger dunkel ist. Schülerinnen und Schüler sind nach einer solchen Bekanntgabe sehr sensibel. Sogar als nach dem Vorfall ein Reporter auf dem Pausenplatz der Schule Högler auftauchte, bekamen die Kinder Angst vor dem fremden Mann.

Hat sich die Situation an den Schulen denn mittlerweile beruhigt?

Im Moment ist es wieder gut. Vor allem in den ersten zwei Tagen nach dem Zwischenfall vor dem Schulhaus Högler herrschte grosse Aufregung. Dennoch passt weiterhin ab 7.15 Uhr für Kinder, die Frühstunde haben, immer ein Mitarbeiter der Schule auf den Pausenplätzen auf. 

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