«Wenn Sie einmal Quaggamuscheln gefunden haben, ist es schon zu spät»
Interview zur Invasion
Die winzige, aber zerstörerische Quaggamuschel hat das Zürcher Seebecken erreicht. Ein Forscherpaar bringt Lehren aus den USA mit – und beurteilt die Lage vor Ort.
Ein stiller Eindringling hat den Zürichsee erreicht. Gewässer-Forschende haben dieses Jahr erste Quaggamuscheln im Zürcher Seebecken, in Thalwil und Richterswil entdeckt. Die Muschel hat sich auch schon im Genfer-, Neuenburger-, Bieler- und Murtensee ausgebreitet. Die invasive Art verdrängt andere Lebensformen und verstopft Wasserleitungen, was zu massiven ökologischen und wirtschaftlichen Schäden führt.
Wie massiv, zeigen die nordamerikanischen Great Lakes: Im Michigansee macht die Art der Quaggamuschel unterdessen 90 Prozent der Lebewesen aus. Gemäss einer Studie verursachen Muscheln in den USA Schäden an der Infrastruktur in Höhe von einer Milliarde Dollar.

