Als Dürnten einen Hilfsarbeiter aus der Steuerfalle holte
Vor zehn Jahren sorgte ein Geschenk für Furore
Ernst Suter sollte doppelt so viele Steuern zahlen, wie er verdiente. Zu Hilfe kamen ihm eine Treuhänderin und Hunderte Dürntner.
Das Budget der Gemeinde Dürnten gab an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag wenig zu diskutieren. Ganz anders war dies vor zehn Jahren. Der Fall von Ernst Suter hatte 2014 schweizweit für Schlagzeilen gesorgt. Über Jahre zahlte der heute 51-jährige Chauffeur, der damals auch als Hilfsarbeiter angestellt war, viel zu hohe Steuern.
Weil der Legastheniker nie eine Steuererklärung eingereicht hatte, wurde er Jahr für Jahr höher eingeschätzt. Auf 480’000 Franken wurde sein Einkommen im Jahr 2012 angesetzt. Dafür sollte er über 121'000 Franken Steuern zahlen.
Fast 400 Dürntner Stimmberechtigte waren an jener Budgetversammlung aufmarschiert. Und die Mehrheit von ihnen hiess den Antrag gut, 250’000 Franken als Schenkung an Suter ins Budget aufzunehmen. Sie waren empört über die Haltung der Gemeinde, die gegenüber Suter kein Entgegenkommen zeigte.

