Sie will Flüchtlinge im Quartier – und nicht neben der Kläranlage
Wo sollen Flüchtlinge wohnen?
Die Fällanderin Loan Nham kämpft für eine siedlungsnahe Flüchtlingsunterkunft und gegen die Pläne des Gemeinderats. Sie erzählt die Geschichte ihrer aus Vietnam geflüchteten Eltern und wie wichtig für die Familie eine Bleibe inmitten von Schweizern war.
Loan Nham wohnt seit bald vier Jahren an der Letzacherstrasse in Fällanden. Das Quartier war lange Zeit im Fokus eines intensiven Streits um den Bau von Flüchtlingscontainern zwischen einer Gruppe Anwohnern und dem Gemeinderat. Schliesslich haben sich die Anwohner durchgesetzt, die Unterkünfte sind nun fern ihres Quartiers neben der Kläranlage im Bachwis geplant.
«Der Standort ist für mich ein absolutes No-Go», sagt Nham. Ihre Vorstellung einer idealen Umgebung in Fällanden für Flüchtlinge ist eng mit den Erfahrungen verknüpft, die ihre Eltern gemacht haben.
1979 sind ihr Vater und ihre Mutter – die sich damals noch nicht kannten – aus Vietnam geflohen. Es war das Jahr, als die chinesische Armee ins Land einfiel, weil Vietnam gegen die mit China verbündeten Roten Khmer in Kambodscha vorging.

