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Familie Grimms Hinwiler Christbaumkulturen

Wer einen Weihnachtsbaum will, kann den in Hinwil bei Familie Grimm gleich selber fällen. Unsere Nachwuchsjournalisten haben recherchiert, wie das geht.

Drei verschiedene Sorten Christbäume werden von der Familie Grimm in Hinwil zum Verkauf angeboten.

Foto: Simon Grässle

Familie Grimms Hinwiler Christbaumkulturen

Zukunftstag 2024: In Vorweihnachtsstimmung

Wer an Weihnachten denkt, kommt nicht um einen glitzernd geschmückten Weihnachtsbaum herum. Die Familie Grimm aus Hinwil kultiviert auf 1,5 Hektaren selbst Christbäume und bietet diese zum Verkauf an.

Fabia Damm, Andreas Fellner, Lino Staub und Leon Scheck

Für einen Tag lang durften 19 Oberländer Schülerinnen und Schüler Redaktionsluft bei den Zürcher Oberland Medien schnuppern. Sie erhielten einen Einblick in die Redaktion und das tägliche Leben der Redaktorinnen und Redaktoren: Anhand ausgewählter Themen konnten die Nachwuchsjournalisten gleich selbst auf Erkundungstour, um spannende Artikel rund um das Thema Weihnachten zu schreiben. Von den Christbäumen über die Ustermer Weihnachtsbeleuchtung und einer Liste der Oberländer Weihnachtsmärkte bis hin zu einer Baumerin, die jedes Jahr rund 40'000 Guetzli backt, haben die Kinder an diesem Zukunftstag spannende Themen recherchiert, Personen interviewt, Fotos gemacht und Artikel geschrieben. Begleitet wurde der Tag vom Social Media Team, das die Kinder und redaktionelle Mitarbeiter interviewt hat.
Geschafft! Nach einem langen Tag sagen wir auf Wiedersehen - und freuen uns schon heute darauf, im nächsten Jahr wieder tüchtige Nachwuchsjournalisten in der Redaktion begrüssen zu dürfen.

Wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, die ersten Schneeflocken den Boden berühren und der Duft von Punsch und Glühwein über den Markt zieht, die Kinder die Tage bis zum Heiligen Abend zählen und endlich ihre Geschenke auspacken – ja, dann ist Weihnachtszeit.

Und was wäre Weihnachten ohne einen Weihnachtsbaum, den man gemeinsam mit der ganzen Familie schmückt und bis zum 24. Dezember jeden Tag bewundern kann?

Das hat sich auch die Familie Grimm aus Hinwil gedacht, die seit 2008 eigene Christbaumkulturen unterhält. Auf 1,5 Hektaren Land wachsen rund 15’000 Nordmanntannen, Rottannen und Blaufichten.

Tierische Helfer

Während die Nordmanntanne am beliebtesten ist und am meisten verkauft wird, eignet sich die Blaufichte besonders für Menschen mit Haustieren. Weil diese mit ihren spitzigen Nadeln sticht, hält sie neugierige Haustiere fern. «Ausserdem riecht sie unglaublich gut», erzählt Regula Grimm, als wir sie an diesem Donnerstagvormittag auf dem Bauernhof in Hinwil besuchen.

Die Christbäume werden zweimal jährlich, immer im Frühling und Herbst, angepflanzt, um das Risiko vor sterbenden Bäumen zu verringern, wenn es eine trockene Saison gibt. Um die Biodiversität zu fördern, pflanzen Regula Grimm und ihr Mann Christoph Nussbäume zwischen die Tannen.

Ausserdem haben die Grimms mit ihren Shropshire-Schafen fleissige Helfer, die für Ordnung zwischen den Tannen sorgen: Sie fressen das Gras, lassen aber die Nadelbäume in Ruhe. «Nur diese besondere Rasse eignet sich dafür», sagt Christoph Grimm. Um die Tannen vor Wildtieren zu schützen, sind die Christbaumkulturen mit einem Zaun geschützt.

Bis ein Christbaum um die 1,70 Meter gross wird, braucht er ungefähr acht Jahre. Familie Grimm verkauft Tannen in unterschiedlichen Grössen, je nach Wunsch des Kunden. Jedes Jahr verkaufen die Grimms 800 bis 1000 Tannenbäume; neben privaten Abnehmern gehören auch Firmen wie der Steiner-Beck oder Gartenbau-Unternehmen zu ihren Kunden.

Ein Baum in jedem Zimmer

Wird ein Baum gefällt, pflanzt die Familie dafür einen neuen – dafür werden Tannensetzlinge genutzt. Überschüssige, schon gefällte Bäume werden zu Holzschnitzel für die Heizung weiterverarbeitet. «Schon mein Schwiegervater pflanzte und verkaufte Christbäume», so die 43-Jährige. Sie und ihr Mann haben die Kulturen dann übernommen und auf ihrem Hof ebenfalls welche aufgebaut.

Auf dem Bauernhof unterhält die Familie neben den Christbaumkulturen eine Landmaschinenwerkstatt und einen Mutterkuhbetrieb. Das Fleisch sowie weitere Hofprodukte verkaufen die Grimms im eigenen Hofladen.

Die Arbeit auf dem Hof bereitet Regula Grimm grosse Freude. Auch die Christbaumkulturen sind ein persönliches Highlight. Ob sich diese Arbeit finanziell lohnt, kann sie aber nicht sagen. «Die meisten Dinge auf dem Hof macht man aus Leidenschaft, nicht Rendite», so Grimm.

Sie selbst hat auch nach 16 Jahren immer noch grossen Spass an den Christbäumen. Auch sie und ihre Familie stellen in der Weihnachtszeit Bäume in ihr Haus. «Klar, das gehört doch dazu. Bei uns steht in fast jedem Zimmer ein geschmückter Christbaum – meine Töchter haben jeweils einen eigenen im Schlafzimmer», erzählt die Mutter von drei Kindern.

Christbaumverkauf auf dem Bauernhof Neuegg

Die Christbäume der Familie Grimm stehen sowohl auf dem eigenen Hof als auch an ausgewählten Standorten zum Verkauf. So kann man diese auf dem Gemeindeplatz in Hinwil vom 14. bis 23. Dezember von 9 bis 17 Uhr und am 24. Dezember von 9 bis 14 Uhr erwerben. Auch auf dem Parkplatz des Reitvereins in Rüti können die Tannen bewundert und erworben werden; am 14. Dezember, vom 18. bis 21. Dezember und am 23. Dezember von 9 bis 17 Uhr sowie am 24. Dezember von 9 bis 13 Uhr.

Wer den Christbaum lieber selbst fällen will, kann sich einen passenden Baum aus den Kulturen der Familie Grimm auf dem eigenen Bauernhof aussuchen. Die Familie kann am 7. Dezember, am 14. und 15. Dezember, vom 21. bis 23. Dezember, jeweils von 8 bis 17 Uhr auf dem Bauernhof an der Neueggstrasse 10 in Ringwil besucht werden. Am Heiligen Abend, 24. Dezember, ist der Verkauf von 9 bis 16 Uhr möglich.

Die Bäume werden pro Meter verrechnet. So kostet beispielsweise eine Nordmanntanne 35 Franken pro Meter.

Mehr Informationen finden Sie auf www.neuegg-beef.ch.

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