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Am Bachtel Kulm machen sie «fürschi»

Für die nächste Woche ist nasses Wetter vorhergesagt. Nicht nur deshalb wird auf Hinwils Hausberg auf die Tube gedrückt.

Das «Bachtel Kulm» wird für den Winter eingekleidet. Die Bauherren sind optimistisch.

Foto: Eleanor Rutman

Am Bachtel Kulm machen sie «fürschi»

Restaurant auf dem Hausberg

Das Gebäude am Bachtel Kulm wird winterdicht vorbereitet. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das Wetter ist unberechenbar. Wie lange die steile Zufahrtsstrasse zugänglich bleibt, ist ungewiss.

Spektakulär sieht es aus, wie die Holzelemente mithilfe eines Baukrans auf das Dach des Restaurants Bachtel Kulm herunterschweben. Zwei Zimmermänner nehmen die Holzelemente in Empfang und machen sie fest.

«Die Dachelemente können wir wie Legosteine zusammensetzen», sagt Florian Heusser. Er ist der Inhaber der gleichnamigen Firma, die zuständig ist für den Holzbau. Den Holzrohbau haben sie fertig aufgerichtet, jetzt geht es noch darum, das Gebäude vor dem Wochenende regendicht zu machen.

Der Winter kommt

«Letzte Woche hatten wir schon Schnee, diese Unberechenbarkeit müssen wir natürlich berücksichtigen», sagt Heusser. Ein Wettlauf gegen die Zeit, da die Wetterprognose für nächste Woche eher nass aussieht. Das weiss auch der Holzbauplaner: «Vor dem Wochenende müssen wir die Unterdach-Folie noch anbringen können.»

Im Inneren des Gebäudes lässt sich schon ausmachen, was das Restaurant Bachtel Kulm in Zukunft vor allem zu bieten hat. Auf jeden Fall ein wundervolles Bergpanorama. Hubi Rüegg führt stolz durch die Räume. Er ist Mitglied der Genossenschaft Bachtel Kulm und hält die Finanzen auf Kurs.

«Hier wird der Durchgang zum Aussenbereich etwas grösser werden», sagt Rüegg und zeigt auf die zukünftige Terrasse, welche ihre Grösse behalten wird. Die Küche ist jedoch noch nicht als solche zu erkennen. Der Raum wird noch gestützt, und ein Arbeiter schippt Schutt weg.

Historisch gebauter Stolperstein

Eine eher hohe Treppe in den kleinen Saal erstaunt. Was für das Servicepersonal der Zukunft vielleicht etwas schwierig zu erklimmen sein wird, hatte einen pragmatischen Grund. «Der kleine Saal haben wir wieder mit einem Treppenabsatz versehen müssen, weil wir uns an dem historischen Bau von 1856 orientiert haben», sagt Rüegg.

Die Genossenschaft Bachtel Kulm habe sich an dem Gebäude orientiert, weil so die Chance grösser war, in nützlicher Frist eine Baubewilligung zu erhalten. «Wir wollten einfach ‹fürschi› machen und ein langjähriges Verfahren verhindern», sagt Rüegg.

Denn über Denkmalschutz und Pro Natura zum Bachtelschutz seien einfach viele Parteien in das Projekt involviert. Deswegen habe man sich auch gegen einen Neubau und für eine Sanierung entschieden.

Ob der Bachtel Kulm dann sehr schick wird? Rüegg verneint. Als Gäste möchte die Genossenschaft alle willkommen heissen. Biker, Wanderer, Geschäftsleute. «Natürlich darf man bei uns im schönsten Saal auch Hochzeiten feiern», im oberen Stock ist sogar eine Hochzeitsuite geplant.

Die Aufrichte ist noch vor Weihnachten geplant. Auch die Pächter werden dann bekannt gegeben. «Momentan sind zwei Wirte in der engeren Auswahl», sagt Rüegg.

Aber erst muss der Bau jetzt winterfest gemacht werden. Wer an diesem sonnigen Herbsttag dennoch auf dem Hausberg in ein Restaurant will, kann in die Besenbeiz direkt unterhalb des Bachtels ausweichen. Sieht auch sehr lauschig aus.

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