Wegen eines Netzes ertrank fast ein Biber in der Glatt
Tierischer Notfall in Dübendorf
Kürzlich entdeckten Passanten in der Glatt bei Dübendorf einen Biber, der in einer Reuse gefangen war und um sein Leben kämpfte. Der Vorfall machte einen Einsatz der Tierrettung nötig.
Es hätte ein ganz normaler Morgenspaziergang werden sollen für die Dübendorferin Susanna Hempel und ihren Partner. Sie erzählt gegenüber dieser Zeitung, wie dieser Plan durchkreuzt wurde, als ihr Partner am Ufer der Glatt etwas Seltsames im Wasser entdeckte: Es war ein Biber, der in einer Reuse gefangen war. Reusen sind Fischfangvorrichtungen, die aus Stangen und einem feinen Netz bestehen.
Der Biber konnte sich nicht allein daraus befreien, vielmehr sank er und kämpfte sich dann wieder an die Oberfläche. «Die Reuse liess nur zu, dass der Biber seinen Kopf leicht aus dem Wasser heben konnte, um verzweifelt nach Luft zu schnappen», sagt die Spaziergängerin.
Das Paar, das den Vorfall einige hundert Meter von der Dübendorfer Eishalle entfernt beobachtet hatte, rief den Schweizer Tierrettungsdienst in Dietikon. Die beiden warteten auf dessen Eintreffen und entfernten sich ein paar Meter vom Ort des Geschehens.

