So zeigt sich die Bäuerin aus Seegräben im Bauernkalender 2025
Cool, sexy und dennoch schüchtern
Sie ist tätowiert, sieht gut aus und ist die Frau für den Monat Januar im Bauernkalender 2025. Doch hinter der coolen Fassade steckt keine Rampensau, sondern eine junge Mutter, die lieber im Stall ist.
In Seegräben wohnt eine Milchbäuerin, die nur so vor Coolness strotzt. Sie ist tätowiert, trägt Piercings und hat kein Problem damit, in Unterwäsche zu posieren: Sabrina Frauchiger ist das Januar-Model im Bauernkalender 2025 und zeigt sich lässig auf einer Maschine umgeben von Heu.

Ihre Gelassenheit kommt nicht von ungefähr. Sie ist bereits zum zweiten Mal beim Bauernkalender dabei. 2018 hatte sie sich mit einer Freundin zum Spass angemeldet. «Wir wollten bloss sehen, ob sie uns nehmen würden.» Das klappte.
Sehr gut sogar, denn dieses Jahr war es die Calendaria AG – die den Kalender produziert – von der gleich selbst die Anfrage kam. «Kommen Models gut an, dann laden wir sie wieder zum Shooting ein», sagt Daniela Mayer, Projektleiterin des Bauernkalenders.
Verführerisch sah die junge Bäuerin schon damals aus: Blumen schmückten ihr Haar und die knappe Kleidung lehnt sich an einer Tracht an. Heute trägt sie lediglich ein Dessous: schwarz, simpel, mit Spitze. Zeitgemäss und modern. Und vor allem hat sie heute viel mehr Tätowierungen.

Nervosität? Sicher nicht
Im Gegensatz zu 2018 konnte Frauchiger das diesjährige Shooting locker angehen: «Ich war nicht wirklich nervös.» Sie kannte das Setting mit den vielen Menschen und den Stylisten bereits .
Die Erfahrung konnte sie somit in vollen Zügen geniessen: «Am meisten hat mir einfach die Stimmung auf dem Set gefallen. Das Team war super gelaunt, und so hat es richtig viel Spass gemacht.»
Sich vor der Kamera auszuziehen, bereitete ihr keine Mühe. Im Kalender zeige man ja nicht mehr, als man es in der Badi tun würde, so die 32-Jährige. «Ich finde es ein tolles Format, um zu zeigen, dass Bäuerinnen nicht so stier sind, wie man sie sich vorstellt.»
Über Kritik macht sie sich wenig Sorgen, sie habe bereits 2018 die Unterstützung ihres Umfelds gehabt. «Alle anderen dürfen denken, was sie wollen.»
Lieber im Stall als im Rampenlicht
Doch hinter der coolen Milchbäuerin verberge sich eigentlich eine schüchterne Person, die gern für sich sei. In der Natur fühlt sie sich zu Hause, Energie tankt sie im Stall, und ihre Ruhe findet sie, wenn sie mit ihrem Hund Jack spazieren geht.
Schon als Kind konnte sie es gut mit Tieren. Frauchiger ist auf dem elterlichen Hof im Aargau aufgewachsen. Ihre Eltern betrieben eine Pferdepension, weswegen die Landwirtin schon mit zwei Jahren zum ersten Mal auf einem Pferd sass.
Die Verbundenheit mit Tier und Natur sei ihr dadurch in die Wiege gelegt worden. Ihre erste Ausbildung schloss sie als Landschaftsgärtnerin ab. Doch ihr fehlte etwas: die Tiere.
Bald machte sie die Zweitausbildung als Landwirtin. Und geht es um die Landwirtschaft, blüht Frauchiger regelrecht auf: «Ich bin so gerne Milchbäuerin. Ich sehe es nicht einfach als Job, sondern als Leidenschaft.» Wenn ihr mal etwas zu viel wird, dann findet sie im Stall bei den Kühen ihre Ruhe.
Die Leidenschaft für die Landwirtschaft teilt sie mit ihrem Partner, und seit 2022 pachten sie zusammen den Hof in Seegräben. «Mir gefällt es sehr gut hier.»