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Neue Bar in Uster feiert am Freitag Eröffnung

Drei Ustermer erfüllen sich ihren Traum: Dank eines Crowdfundings wird es auf dem Zeughausareal bald ein neues Angebot für Musik- und Bierliebhaber geben.

Brigitte Bucher, Claudius Fiedler und Marina Dreher sind die Köpfe hinter der neuen U-Boot-Bar.

Foto: PD

Neue Bar in Uster feiert am Freitag Eröffnung

Ein U-Boot voll Musik

Dank eines Crowdfundings wird es auf dem Ustermer Zeughausareal bald ein neues Angebot für Bierliebhaber geben: Die U-Boot-Bar startet ihren Betrieb nach langem Warten am 25. Oktober.

Seit vier Jahren warten Brigitte Bucher, Claudius Fiedler und Marina Dreher auf den Moment, wenn sie ihre U-Boot-Bar auf dem Ustermer Zeughausareal endlich offiziell eröffnen können. Nun steht dieser Moment kurz bevor.  

Den Zuschlag für den Raum im Gebäude K1 auf dem Zeughausareal – in dem auch die Zeughausbar beheimatet ist – haben sie eigentlich schon vor vier Jahren erhalten. «Doch es dauerte viel länger als gedacht, bis alle Bewilligungen vorlagen», sagt Dreher. Der aktuelle Mietvertrag ist auf drei Jahre befristet. «Auf dem Zeughausareal verändert sich so viel, mal schauen, wie die Situation dann ist.»

Die Vorbereitungen laufen

An diesem Montagmorgen sind Brigitte Bucher und Marina Dreher vor Ort. Sie stehen inmitten von Kisten, Stühlen, Deko-Gegenständen. Aktuell ist es schwer, sich vorzustellen, dass Ende Woche hier die Eröffnung gefeiert werden soll. «Wir haben noch sehr viel zu tun», bestätigt Bucher.

Die Motivation hat unter der langen Wartezeit nicht gelitten. Obwohl der Mietvertrag erst per August abgeschlossen wurde, konnten die drei Mitbegründer der U-Boot-Bar regelmässig in «ihren» Räumen ein- und ausgehen. Denn sie sind langjährige und tatkräftig zupackende Mitglieder des Vereins H2U, der seit bald zehn Jahren jeden Sommer das gleichnamige Open Air organisiert.

Während der kälteren Monate finden jeweils die H2U-Sessions, also regelmässige Livekonzerte, statt – seit einigen Jahren in den Räumen im Gebäude K1, die aktuell in die U-Boot-Bar umgebaut werden. «In diesem Zug haben wir auch diesen Wunschraum für einen fixen Platz für die Live-Sessions gefunden», sagt Dreher. «Bisher mussten wir für einen Abend bis zu 14 Stunden Aufbauarbeit stemmen, das fällt in Zukunft zum Glück weg.»

Zwar sind und bleiben Brigitte Bucher, Claudius Fiedler und Marina Dreher Mitglieder beim H2U, und auch die Sessions laufen unter diesem Titel, die Bar ist jedoch ein separates Projekt. «Auch wenn der Name natürlich vom Logo des H2U mit dem U-Boot inspiriert wurde.»

Gäste auf der Bühne

Am 25. Oktober ist es so weit, und die neue Bar lädt zur Feuertaufe. Die Bühne einweihen wird dabei die Band The Birthday Girls.

Künftig soll die U-Boot-Bar jeweils von Donnerstag bis Samstag geöffnet sein. Alle zwei Wochen werden die H2U-Sessions stattfinden, die am 8. November wieder starten. «Aber auch die Gäste sind dazu eingeladen, auf der Bühne ein Ständchen zum Besten zu geben», sagt Bucher. «Besonders junge Musiker sind willkommen, denen die Premiere, vor richtigem Publikum zu singen, noch bevorsteht.»

Da die Infrastruktur keine richtige Küche zulässt, liegt der Fokus im Angebot auf den Getränken, speziell auf Bier. Via Crowdfunding konnten sie sich den Traum einer grossen Bierzapfanlage mit sieben Hahnen erfüllen. «Damit sind wir frei in der Bierauswahl und unabhängig von Grossbrauereien», sagt Bucher.

Geplant ist ein stetig wechselndes Bierangebot, das direkt von Kleinbrauereien bezogen wird. «Primär von Schweizer Produzenten, aber wir sind auch schon mit einem österreichischen Brauer in Kontakt», sagt Dreher. Als Konkurrenz zur benachbarten Zeughausbar sehen sie sich derweil nicht. «Wir ziehen sicher ein anderes Publikum an.»

Einen richtigen Plan B hätten sie nicht gehabt, wenn das Crowdfunding nicht geklappt hätte. «Aber wir haben uns eigentlich auch keine Sorgen gemacht», sagt Marina Dreher, die hauptberuflich Hebamme ist. Zwar bildet sie zusammen mit Claudius Fiedler, der als Lehrer arbeitet, und Hausfrau Brigitte Bucher das Kernteam. «Ganz ohne Hilfe können wir den Aufwand des Barbetriebs aber nicht stemmen.»

So seien es wohl erneut die Helfer vom H2U, die hier in die Bresche springen werden. Denn Löhne können wohl nicht gezahlt werden, Gagen für die Bands kommen aus einer Hutsammlung. «Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt», sagt Bucher. «Wir sind gespannt.»

Am Freitag, 25. Oktober, wird ab 19 Uhr in der U-Boot-Bar an der Berchtoldstrasse 10 auf dem Zeughausareal Eröffnung gefeiert. Danach wird die Bar jeweils von Donnerstag bis Samstag ab 16 Uhr offen sein. Weitere Informationen unter www.ubootbar.ch.

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