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Nach dem Graffiti-Ärger sucht Dübendorf nach den Tätern

Saubannerzug durch Dübendorf: Kaum ein Haus im Stadtzentrum wurde von den GC-Anhängern verschont. Jetzt prüft die Polizei die Überwachungsbilder.

Dübendorf wurde rund um das Zürcher Fussball-Derby Opfer einer grossangelegten Schmierattacke. Auch das Wahrzeichen wurde verschandelt.

David Marti

Nach dem Graffiti-Ärger sucht Dübendorf nach den Tätern

Grossflächige Schmierereien

GC-Anhänger haben die Stadt Dübendorf mit Fussball-Graffiti vollgeschmiert. Aufnahmen aus Überwachungskameras soll nun Hinweise zu den Tätern liefern.

Das Dübendorfer Stadtzentrum war schon immer mit Graffiti gesprenkelt, seit diesem Wochenende ist es aber regelrecht zugepflastert. GC-Schriftzüge prangen am Bahnhof, auf Treppenstufen entlang der Glatt und an zahlreichen Gebäuden entlang der Bahnhof-und Wallisellenstrasse.

Der Saubannerzug, der im Zusammenhang mit dem Stadtzürcher Derby zwischen dem FCZ und GC durch Dübendorf zog, hat seine Spuren hinterlassen. Laut Kantonspolizei Zürich sind ein Teil der Schriftzüge bereits in der Nacht auf Samstag, also vor dem Fussballspiel am Samstagabend, gesprayt worden.

Daraufhin hat die Stadtpolizei Dübendorf eine mobile Überwachungskamera auf dem Lindenplatz aufgestellt. Gemäss Kommandant Oliver Schürch sei die Kamera am Samstagmittag installiert worden. Ob darauf weitere Schmiererei-Vorfälle zu sehen sind, ist derzeit noch unklar.

«Wir sind daran, diese auszuwerten.» Die Kamera am Lindenplatz sei zudem nicht die einzige Überwachung im öffentlichen Raum, so Schürch. Beispielsweise ist ein Teil des Bahnhofareals videoüberwacht. Das mobile Überwachungsgerät mitten im Dübendorfer Zentrum bleibt vorerst zu «Präventionszwecken» bestehen.

Den Ärger und den Schaden haben die betroffenen Hausbesitzer. Wie viele Anzeigen aus Dübendorf bisher bei der Kantonspolizei eingegangen sind, kann diese auf Anfrage nicht sagen. Auch den oder die Täter konnte die Polizei nicht ausfindig machen.

Täter als Putzpersonal?

Teuer sind die Schmierereien nicht nur für die Privaten, sondern auch für die Allgemeinheit. 51’000 Franken hat die Stadt im vergangenen Jahr insgesamt fürs Reinigen versprayter Hausfassaden auf Gemeindegebiet bezahlt.

Graffiti sind politisch längst ein Thema in Dübendorf. So sagte etwa Reto Heeb (Die Mitte) im vergangenen Februar während einer Parlamentssitzung: «Diese Auseinandersetzungen zwischen GC und FCZ können schon fast als Bandenkrieg bezeichnet werden.» Und im Juli wurde im Rat die dringliche Interpellation «Umgang mit Graffiti und Tags in der Stadt Dübendorf» von Gemeinderat Stefan Angliker (FDP) und elf Mitunterzeichnenden behandelt.

Am schnellsten auf den aktuellen Vorfall reagierte aber die GEU/GLP. Am Samstag forderte die Partei in einer Medienmitteilung gemeinnützige Arbeit als Bestrafung. Die Täter müssten die Graffiti selbst wieder entfernen. Ausserdem sollten die Geschädigten durch die Stadt sofort und unbürokratisch unterstützt werden, damit die Graffiti raschestmöglich wieder entfernt werden können.

Für die FDP Dübendorf ist das «Ausmass des Tolerierbaren überschritten», wie die Partei schreibt. Sie plädiert für eine verstärkte Polizeipräsenz oder eine bessere Ausleuchtung von neuralgischen Stellen.

 

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