Die Marroniverkäuferin, die keine Marroni mag
Dübendorfer Familientradition
Jessica Bernet brät Marroni, seit sie denken kann. Und auch wenn sich die Marroni nicht mehr so gut verkaufen wie früher, will die Dübendorferin nicht damit aufhören.
Dübendorferinnen und Dübendorfer kennen sie: die Marroniverkäuferin Jessica Bernet. Sobald sich der Sommer dem Ende zuneigt, steht der gewohnte Verkaufsstand von Oktober bis Februar wieder an der Bahnhofstrasse neben der Glatt. Seit rund 80 Jahren weht der Geruch der Marroni durch Dübendorf, die von Bernets Familie verkauft werden. Zwei Generationen nacheinander wurde das Geschäft an die Tochter weitergegeben.
Bernet, die den Stand nun bereits in dritter Generation führt, wird auch die letzte aus ihrer Familie sein. «Mit mir geht die Marroni-Ära zu Ende», sagt sie und lacht. Denn die 45-jährige gebürtige Dübendorferin hat keine Kinder. Aber daran verschwendet sie keine Gedanken. Denn: «Dieser Beruf ist für mich kein Job, sondern eine Leidenschaft.»
