«Wir müssen heute die Verteidigung umfassend anschauen»
Chef der Armee spricht am Ustertag
Was machen die internationalen Umwälzungen mit der Schweiz und dem Chef der Armee? Thomas Süssli gibt bereits Antworten vor seinem Auftritt in Uster.
Am 24. November werden Sie als Hauptredner am Ustertag auftreten. Hatten Sie vor der Anfrage schon einmal etwas über diesen Anlass gehört?
Thomas Süssli: Das habe ich. Ich bin am rechten Zürichseeufer aufgewachsen und ging in Küsnacht zur Schule. Ich kann mich erinnern, dass der Ustertag irgendwann ein Thema war, als die Geschichte des Kantons Zürich behandelt wurde.
Haben Sie sonst noch einen Bezug zu Uster?
Nicht wirklich. Aber als kleines Kind schaute ich zum Pfannenstiel hinüber, und ich meinte, verstanden zu haben, dass dahinter dann die Ostschweiz liege. Als ich dann bei den Pfadfindern einen Kollegen aus Uster traf, meinte ich: «Dann kommst Du aus der Ostschweiz!» Der fand das nicht so lustig. Aber seither weiss ich, dass es definitiv nicht so ist.
Welche Bedeutung hat der Ustertag für Sie?
Dieser Traditionsanlass hat für den Kanton Zürich eine Bedeutung. Immerhin wurde der damalige Stadt-Land-Konflikt mit der in Uster angeregten neuen Verfassung gelöst.
Die Feier findet ja in der reformierten Kirche statt. Für einen Armeechef dürfte es eher ungewohnt sein, von einer Kanzel zu sprechen. Wie sehen Sie das?
(Süssli schmunzelt.) Eigentlich sträubte ich mich dagegen. Und ich fragte meinen persönlichen Mitarbeiter, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, dass ich nicht von dort oben sprechen könne. Dieser klärte das ab und beschied mir, dass bisher wirklich alle – alle! – Hauptredner immer von dort oben gesprochen haben. So werde ich mich eben auch auf die Kanzel stellen.

Bei den Ustertagfeiern wechseln sich hohe Politikerinnen, Wirtschaftsführer, Wissenschafter und Militärs als Hauptredner ab. Welche Sicht können Sie als Armeechef an einem solchen Volksanlass einbringen?
Als Armeechef habe ich einerseits eine spezifische Sicht darauf, was sicherheitspolitisch in der Welt passiert. Aber auch, wie sich diese Welt geopolitisch verändert – und welche Rolle die Schweiz in diesem Gefüge spielt. Andererseits werde ich auch meine Beobachtungen als Schweizer vortragen. Beides bringe ich dabei in Verbindung.
1961 sprachen Oberstdivisionär Karl Brunner am Ustertag über «Wehrwille und Wehrbereitschaft», 1965 dann Oberstkorpskommandant Alfred Ernst über die «Umfassende Landesverteidigung». Wir befanden uns damals in der heissesten Phase des Kalten Kriegs. Seit zweieinhalb Jahren wird in Europa wieder Krieg im grossen Stil geführt. Befinden wir uns als Schweiz in einer gleich gefährlichen Situation wie damals?
Wir erleben eine Zeitenwende. Das bringt auch für die Schweiz Sicherheitsrisiken mit sich.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Mir ist das auch aufgefallen. Wenn wir die Titel dieser Referate verfolgen, übrigens bis 2010 mit dem damaligen Armeechef und 2016 mit dem damaligen Kommandanten Luftwaffe, so geben diese tatsächlich immer die geopolitische Lage wieder. Ich werde diesem Muster folgen. Ich denke nicht, dass die Schweiz jetzt unmittelbar bedroht ist, aber wir sind in einer sich verändernden Welt. Wir erleben eine Zeitenwende. Das bringt auch für die Schweiz Sicherheitsrisiken mit sich.
Welche Bedeutung haben die damals verwendeten Begriffe «Wehrwille», «Wehrbereitschaft» und «umfassende Landesverteidigung», welche neben den militärischen auch die zivilen Bereiche des staatlichen Lebens einschlossen, heute noch?
Wir müssen auch heute die Verteidigung umfassend anschauen.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Damals kannten wir den Begriff der Gesamtverteidigung. Dieser wird zwar heute nicht mehr verwendet. Inhaltlich hat er für uns aber immer noch eine Bedeutung. Die aktuellen Risiken beginnen im Informationsraum mit Desinformation, gehen weiter in den Cyberraum. Hinzu kommen wirtschaftlicher, politischer und diplomatischer Druck. In einer solchen Situation ist nicht nur die Armee betroffen, sondern die Gesamtbevölkerung mit allen Sicherheitsinstrumenten. Deshalb: Wir müssen auch heute die Verteidigung umfassend anschauen.
Wenn wir noch beim Wehrwillen bleiben: Wie geht für Sie eigentlich überein, dass die Bevölkerung gemäss Umfragen zwar eine gut gerüstete und ausgebildete Armee will, aber gleichzeitig nicht bereit ist, dafür mehr Geld zu sprechen?
Diese beiden Fragen werden wahrscheinlich gar nicht miteinander in Verbindung gebracht. Zum Ersten: Das ist sicher eine Folge davon, dass weite Teile der Bevölkerung erkennen, dass sich die Welt verändert. Und zum Zweiten: Wenn irgendjemand gefragt wird, ob er mehr Geld ausgeben will, dürfte er tendenziell Nein dazu sagen. Wenn wir die beiden Fragen aber zusammengekoppelt stellen würden, bin ich überzeugt, dass noch immer ein grosser Teil der Bevölkerung bereit wäre, mehr in die Sicherheit unseres Lands zu investieren.
Hat die Bevölkerung – und die Politik – ein Bewusstsein für die aktuelle Sicherheits- oder vielmehr Bedrohungslage?
Wenn ich mit den Leuten gerade nach meinen Referaten spreche, dann spüre ich das sehr stark. Man nimmt wahr, was sich verändert und dass die Problemzonen viel näher zu uns herangerückt sind. Man ist besorgt.
Vor gut einem Jahr stellten Sie im «schwarzen Buch» vor, was es alles braucht, um die Verteidigungsfähigkeit zu stärken. Sind wir seither schon weitergekommen?
Alles, was wir tun, wird auf die Verteidigung ausgerichtet.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Wir sind insofern weitergekommen, als die Armee diesem Plan, den sie aufgestellt hat, folgt. Wir sind am Umsetzen der Massnahmen. Als Beispiel dient die Bildung einer schweren Division. Wir trainieren wieder Verteidigung, von der Rekrutenschule bis in die Wiederholungskurse. Alles, was wir tun, wird auf die Verteidigung ausgerichtet. Bei den grossen Beschaffungen haben wir 2022 das neue Kampflugzeug und die bodengestützte Luftverteidigung grosser Reichweite bestellen können. Nun wird es darum gehen, weitere Ausbildungslücken zu schliessen und alte Systeme zu ersetzen.
Der Knackpunkt ist und bleibt das Geld. Wo entstehen bis 2030 die grössten Fähigkeitslücken, wenn dieses nicht in dem von Ihnen präsentierten Rahmen – bis 2031 allein für Rüstungsmaterial 13 Milliarden – gesprochen wird?
Schon 2019 haben wir im Bericht über die Zukunft der Bodentruppen dargelegt, wann welche Systeme an ihr Lebensende kommen. Das hat sich genau so bewahrheitet. Es sind vor allem die Systeme der Bodentruppen. Am dringendsten sind der Ersatz unserer Artillerie und dann eine Lebensverlängerung unseres Kampfpanzers Leopard 2.
Die Expertengruppe Gaillard hat unter anderem geprüft, ob die Armeeausgaben nicht auch noch weniger stark wachsen könnten – also noch weniger als auf ein Prozent des BIP bis 2035. Darin führt die Gruppe an, dass sich die Armee noch auf Bedrohungen aus der Luft und im Cyberraum beschränken soll. Das Risiko eines umfassenden militärischen Angriffs auf die Schweiz sei gering. Wie schätzen Sie diese Beurteilung ein?
Am Ende ist das ein Geschäft des Bundesrats. Und es handelt sich auch nur um eine Variante, die in jenem Bericht erwähnt ist. Falls der Bundesrat das tatsächlich möchte, ist es letztlich am Parlament, das zu entscheiden.
Welche zusätzlichen Risiken geht die Schweiz ein, wenn die Armee bis Ende dieses Jahrzehnts nicht wenigstens die von Ihnen angeführten Finanzmittel erhält?
Die Schweiz muss glaubwürdig darlegen können, dass sie bereit ist, ihre Souveränität zu verteidigen.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Mit der sich negativ verändernden sicherheitspolitischen Situation – es ist nicht auszuschliessen, dass es zu hybriden Konflikten kommen kann – muss die Schweiz glaubwürdig darlegen können, dass sie bereit ist, ihre Souveränität zu verteidigen.
Die Studienkommission Sicherheitspolitik hat vor Kurzem zur Ausrichtung der sicherheitspolitischen Instrumente festgehalten, dass es für deren Koordination eine umfassende Verteidigungskonzeption brauche, welche Aufgaben und Zusammenspiel militärischer und ziviler Verteidigung kläre. Wo gibt es denn hier Probleme?
Grundsätzlich arbeiten diese Bereiche schon gut miteinander zusammen. Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind geklärt. So wie ich den Bericht verstehe, soll in einer umfassenden Verteidigung diese Zusammenarbeit noch ausgebaut und sollen Robustheit, Resilienz und Durchhaltefähigkeit in Krisen erhöht werden.
Kann die Schweiz überhaupt wieder jemals autonom verteidigungsfähig sein?
Das hängt vor allem vom Verteidigungsbegriff ab. Früher wurde darunter allein ein umfassender und terrestrischer Angriff verstanden. Mit hybriden Konflikten hat sich heute die Bedrohung verändert. Verteidigung kann heute gerade im Fall von Sabotage auf kritische Infrastrukturen oder Unterstützung ziviler Kräfte heissen, die erwähnte Robustheit, Resilienz und Durchhaltefähigkeit ziviler Behörden zu erhöhen. Das kann die Armee sehr gut, und das wird auch regelmässig geübt. Diese Art Verteidigung können wir allein bewerkstelligen. Wenn es aber darum geht, sich bei einem Angriff länger autonom zu verteidigen, dann hat der Bundesrat die Möglichkeit, Kooperationen einzugehen.

Wie wichtig ist die Kooperation der Schweizer Armee mit umliegenden Staaten und insbesondere mit der Nato?
Primär sind es die umliegenden Staaten, mit denen wir schon viel kooperieren, gerade im sogenannten DACH-Raum, also Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gibt auch auf allen Ebenen und in allen Fachbereichen persönliche Kontakte. Wo wir vor allem einen Nutzen ziehen aus der Kooperation – das ist übrigens ein Nehmen und Geben –, ist bei komplexen Projekten wie gerade der Einführung des neuen Kampfflugzeugs. Hier können wir etwa von Italien und Holland profitieren, die den F-35 schon einsetzen. Ein anderer wichtiger Bereich ist mit der Wiederausrichtung auf die Verteidigung, dass wir bei der Ausbildung und bei den Trainings Zugang zu den nötigen Übungsplätzen und Räumen im nahen Ausland erhalten. In der Schweiz haben wir die entsprechende Infrastruktur nicht.
Und was können wir diesen Armeen umgekehrt bieten?
Wir bieten diesen sehr viel, etwa im Cyberbereich. Dort bringen wir schon viel mit. Hier ist gerade bei der Ausbildung der Austausch wertvoll. Aber es kommen auch ausländische Armeen zu uns, um hier unsere Simulatoren zu nutzen. Es gibt zudem gemeinsame Übungen. Wir müssen uns überhaupt nicht verstecken. Insbesondere in den Bereichen ABC, Cyber, Genie, selbst bei der Luftwaffe können wir etwas einbringen.
Sie haben die fehlende Ausbildungsinfrastruktur erwähnt. Hat die Armee denn für den jetzt wieder im Vordergrund stehenden Auftrag «Verteidigung» nicht genügend Platz für die Ausbildung?
Was hierzulande vor allem fehlt, sind Truppenübungsplätze für die Stufen Bataillon oder Brigade.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Wir haben immer weniger Platz, da die Schweiz immer stärker überbaut ist. Auf den bestehenden Plätzen können wir die Grundlagen trainieren, bis und mit Stufe Zug, teilweise sogar bis Stufe Kompanie. Was hierzulande aber vor allem fehlt, sind Truppenübungsplätze für die Stufen Bataillon oder Brigade. Dort sind wir darauf angewiesen, im benachbarten Ausland trainieren zu können.
Ist es realistisch, dass wir in der Schweiz einen neuen Übungsplatz für diese grösseren Verbände schaffen können?
Ob es realistisch ist, ist schwierig zu sagen. Wir sind daran, Möglichkeiten zu erkunden. Vielleicht lässt sich irgendwo in einem Bergtal eine Häuserkampfsimulationsanlage erstellen. Das ist aber ein langfristiges Projekt. Im Moment gibt es keine konkreten Pläne oder verbindlichen Zusagen.
Wie halten Sie die Motivation der Truppe hoch, wenn diese mit veralteten Systemen arbeiten muss?
Erst vor Kurzem habe ich ein mechanisiertes Bataillon besucht, zusammen mit Verteidigungsattachés. Auf dem Waffenplatz Bure hat es uns im Übungsdorf Nalé seine Kernkompetenz demonstriert, die Verteidigung. Auch wenn die Systeme alt sind: Die Truppe weiss genau, dass es darum geht, den Mechanismus zu verstehen; zu wissen, wie man die verschiedenen Systeme anwendet. Fürs Üben spielt es keine Rolle, ob es sich um alte oder neue Systeme handelt.
Aber die Systeme werden immer komplexer. Sind diese noch von einer Miliz bedienbar, die nur in wenigen Tagen oder Wochen daran ausgebildet worden ist?
Ich höre diese Frage oft. Diese Antwort ist: Ja. Was wir haben, ist miliztauglich. Ein Beispiel dafür ist etwa der neue taktische Funk, den wir evaluiert haben. Das ist neue Technologie, die die Truppe noch nie gesehen hat. Aber es ist ihr innert Stunden gelungen, damit umzugehen – auch ohne zuvor das Handbuch gelesen zu haben oder ausgebildet worden zu sein. Unsere Miliz ist den Umgang mit neuen Technologien gewohnt. Neue Geräte sind oft auch einfach zu bedienen. Sehr komplexe Systeme wie das neue Kampfflugzeug bleiben dagegen Berufsleuten vorbehalten.
Hat das Milizsystem überhaupt noch eine Berechtigung?
Miliz ist in unserer DNA.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Absolut. Miliz ist in unserer DNA. Wir haben eine Bottom-up-Kultur, sei es in der Politik oder auch bei der Feuerwehr. In allen Bereichen kennen wir eine Kultur, die von unten nach oben entsteht. Bezüglich Armee ist es gut, wenn unsere Bürgerinnen und Bürger in Uniform einen besonderen Dienst für die Sicherheit von uns allen leisten. Sie sind hier verwurzelt.
Die meisten Werbeanlässe der Armee wurden für dieses und nächstes Jahr gestoppt. Eine Ausnahme bildete offenbar der Auftritt an der Züri Oberland Mäss, wo die Armee mit einem grossen Stand und Fallschirmaufklärern präsent war. Was bringen solche Auftritte?
Unsere Bevölkerung hat ein Recht darauf, unsere Milizarmee zu sehen – was sie leisten kann und wie sie funktioniert. Wir wollen eine Armee zum Anfassen sein. Das lässt sich an solchen Anlässen demonstrieren.

Sie stehen seit bald fünf Jahren an der Spitze der Armee. Und dies in einer weltpolitisch äusserst turbulenten Zeit. Was macht das mit jemandem, der für die militärische Sicherheit des Lands verantwortlich ist?
Nachdem ich etwas mehr als zwei Monate im Amt gewesen war, begann die Covid-Pandemie. Es gab eine Mobilmachung der Armee mit über 5000 Soldatinnen und Soldaten. Diese waren in der ganzen Schweiz in den Spitälern und an den Grenzen im Einsatz. Das ist eine hohe Last, wenn man sich immer wieder Gedanken und Sorgen macht, ob etwas geschehen könnte, für das man die Verantwortung trägt. Kaum war Covid vorbei, wirklich gerade eine Woche später, begann der Ukraine-Krieg. Da wurde mir so richtig bewusst, dass sich unsere Welt tatsächlich verändert. Dass sich die Armee wieder auf Verteidigung ausrichten muss. Hier lastet wirklich ein grosser Druck auf mir. Durchaus aber auch im positiven Sinn treibt er mich dazu an, alles dafür zu unternehmen, um unsere eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Können Sie noch gut schlafen?
Ich schlafe oft gut. Aber manchmal eben auch nicht. Der Kopf ist halt kein Werkzeug, das man einfach im Geschäft lassen könnte. Es kommt ab und zu vor, dass ich nachts aufwache und über etwas nachdenke.
Sie sind erst 2015 ins Berufsmilitärkorps eingetreten. Zuvor waren Sie in führenden Funktionen in der Privatwirtschaft tätig. Welches sind die wesentlichsten Unterschiede in der Führung eines Unternehmens und der Armee?
Ich kehre das um und sage, was beide gemeinsam haben. Bei beiden Organisationen geht es darum, diese stets weiterzuentwickeln. Gerade in diesem sich verändernden sicherheitspolitischen Umfeld ist es wichtig, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Hier hilft eine Vision. Darunter verstehe ich ein Ziel, das das Herz bewegt. Dann gilt es zusammen mit allen Mitarbeitenden eine Strategie zu erarbeiten, wie man dieses Ziel erreicht.
Aber wie sieht es da mit den Zeitverhältnissen aus?
In der Wirtschaft, gerade dort, wo ich herkomme, ist es einfacher, zu entscheiden und umzusetzen. Bei der Armee braucht es wirklich mehr Zeit. Der Prozess muss auch fundierter ablaufen. Es gilt, mehr Meinungen – und Zustimmung – einzuholen. Wenn sich dieses Schiff dann aber einmal bewegt, ist es fast nicht mehr aufzuhalten.
Letzte Frage: Ohne zu viel zu verraten, worauf werden Sie den Fokus Ihrer Rede in Uster legen?
Ich möchte einige Ansätze aufzeigen, wie die Schweiz auch künftig ein Erfolgsmodell bleibt.
Korpskommandant Thomas Süssli
Chef der Armee
Auf das Erfolgsmodell Schweiz und auf die geopolitischen Vorgänge, die aktuell auf der Welt geschehen. Ich möchte – ohne zu viel zu verraten – einige Ansätze aufzeigen, wie die Schweiz auch künftig ein Erfolgsmodell bleibt.
Doppelpack zum Ustertag
Am 24. November steigt dieses Jahr die Ustertagfeier. Um 14 Uhr beginnt die Feier in der reformierten Kirche. Hauptredner ist der Chef der Armee, Korpskommandant Thomas Süssli. Der bald 58-jährige Süssli trat erst 2015 ins Berufsoffizierskorps ein und übernahm das Kommando der Logistikbrigade. Zuvor war er in der Privatwirtschaft tätig, zuletzt als CEO von Vontobel Financial Products. Die Vorrede hält die Ustermerin Rita Famos. Sie ist Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Im Anschluss an die Feier wird ab etwa 15.30 Uhr in der Landihalle ein gemeinsamer Apéro mit der Bevölkerung offeriert. Diese ist auch zum Risottoessen in der Stadthalle eingeladen.
Referat zu den Zürcher Milizen
Zur Einstimmung auf den Ustertag wird am 20. November um 18.30 Uhr im Gemeinderatssaal (Stadthaus Uster) der Historiker und frühere Berufsoffizier Daniel Lätsch ein Referat zu den Zürcher Milizen zur Zeit des Ustertags halten. Im «Uster-Memorial» von 1830 formulierten die Unterzeichner auch Wünsche zur Umgestaltung des Wehrwesens. Im Anschluss zum Vortrag findet eine Diskussion statt, und die Besucher sind zu einem Apéro eingeladen.

