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Gesellschaft

Er liebt die Tiere – und muss ihnen weh tun

Das Leben ist nicht fair: Wolfgang Zenker hilft, und wird von seinen Patienten trotzdem nicht gemocht. Sein Medikament zur Selbsthilfe? Ironie.

Er liebt die Tiere – und muss ihnen weh tun

Kinderzoo-Tierarzt aus Uster

Geht nicht, gibts nicht: Der Ustermer Wolfgang Zenker behandelt vom Meerschweinchen bis zum Elefanten alle Tiere, die ihm anvertraut werden. Eine Begegnung mit einem Allrounder, der sich nur als «durchschnittlichen Tierarzt» sieht.

Die grosse Welt spiegelt sich im Kleinen – zum Beispiel im Rapperswiler Kinderzoo. Auf seiner Website listet er 381 Tiere von 29 Arten. Ein kleiner Ausschnitt der globalen Fauna zwar nur. Aber doch so vielfältig, dass man auch als Mediziner schnell einmal den Überblick verlieren könnte.

Nicht so Wolfgang Zenker. Der 63-jährige Ustermer ist seit 2020 der Tierarzt des Kinderzoos – und ist dabei als Einzelmaske für das gesundheitliche Wohl all seiner Bewohnerinnen und Bewohner zuständig. Er operiert die Schildkröte, impft den Flamingo, kastriert das Meerschweinchen oder behandelt dem Elefanten die Zähne – je nachdem, was halt gerade ansteht.

Bedenkt man, dass es für den Menschen einen riesigen Fächer von Spezialisten gibt, die sich jedem Detail seiner Gesundheit annehmen können, scheint Wolfgang Zenker ein Universalgenie zu sein. Es mutet deshalb etwas komisch an, wenn er sagt: «In einem guten Zoo hat man kurativ eigentlich wenig zu tun.»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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