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Das ist der neue Pächter des Gasthauses Blume in Bubikon

Wenige Monate nach der Wiedereröffnung des Gasthauses Blume in Bubikon läuft das Geschäft für diesen Pächter bereits wie gewünscht.

Mit Leidenschaft bedient Sinan Diler seine Gäste im Gasthaus Blume in Bubikon.

Foto: Jan Gubser

Das ist der neue Pächter des Gasthauses Blume in Bubikon

Gastronomie lebt auf

Ein neuer Pächter hat sich im Gasthaus Blume in Bubikon niedergelassen. Mit seiner Speisekarte macht er nicht nur seine Gäste glücklich.

Im Gasthaus Blume in Bubikon ist seit einem halben Jahr wieder Leben eingekehrt. Und der neue Pächter Sinan Diler hat sich in seinem neuen Domizil bereits gut eingelebt.

«Auch wenn ich anfangs vielleicht der ‹Ausländer› war, haben mich die Leute gleich akzeptiert.» Diler spricht leicht gebrochen Deutsch, was in seinem Alltag jedoch eine Nebensache ist. Der 59-Jährige wohnt in Rüti und wird gerne mit seinem Spitznamen Sino angesprochen.

Nach den wenigen Monaten als Pächter der «Blume» kennt er bereits den Grossteil der Kundschaft mit Namen, wie er sagt. Eine Kundin, die ihr Mittagessen im Restaurant abholt, gerät bei einem Besuch am Donnerstagmittag ins Schwärmen: «Es gibt hier kein vergleichbares Restaurant.»

Gleich nebenan liegt zwar das Gourmetrestaurant Löwen, dieses bedient jedoch eine andere Zielgruppe als das Gasthaus Blume.

Von London nach Bubikon

Solche Rückmeldungen erfüllen Diler mit Stolz. «Wenn die Gäste glücklich sind, bin ich es auch», so der Pächter. Überzeugt erklärt er, dass, wenn die Leute nach ihrem Besuch zufrieden waren, sie bestimmt wiederkommen.

Diler blickt auf Erfahrungen in der Gastronomie von rund 40 Jahren zurück. Als er noch im englischen London zur Schule ging, half er bei seiner Tante regelmässig im Restaurant aus. Seither liess ihn das Gastro-Fieber nicht mehr los.

Gasthaus Blume in Bubikon.
Den Grossteil seines Lebens verbrachte Sinan Diler in der Gastronomie.

Nach zehn Jahren Auslandserfahrung betrieb der heute 59-Jährige über zwei Jahrzehnte Restaurants in der Zürcher Metropole. Dazu gehörten mehrere orientalische und italienische Restaurants, unter anderem das ehemalige Ristorante Le Scale. Später zog es ihn dann nach Uster in die «Krone» in Nossikon.

Viel Geld vorgeschossen

Dilers Arbeitstage beginnen jeweils gut zwei Stunden vor der Öffnung des Gasthauses. Dann geht er erst mal einkaufen. «Ich bin gerne nahe an den Lebensmitteln, nehme sie in die Hand, rieche daran.» In seiner Küche werden gemäss Diler alle Gerichte frisch zubereitet.

Den Gästen scheint das Essen auch zu schmecken; es besuchen immer mehr Leute das Gasthaus Blume. Dazu gehören neben den Einwohnern Bubikons und der Umgebung auch Vereine.

Mittlerweile schreibt Diler am Ende des Monats auch schon schwarze Zahlen, was dem Gastronomen gelegen kommt. Denn der 59-Jährige tätigte Investitionen in Höhe von 40’000 bis 50’000 Franken. Er benötigte primär Arbeitsgeräte für die Küche, wie beispielsweise eine Vakuummaschine.

Seit der Eröffnung im Februar hat der Pächter immer wieder sein Angebot überprüft. Die Speisekarte änderte er bereits zweimal. «Einerseits habe ich die Preise, andererseits das Essen angepasst.» Neu im Menü aufgenommen hat er etwa Rindsfilet Stroganoff an einer Cognacsauce.

Die Liebe zum Detail

Am Donnerstagmittag besuchen gut ein Dutzend Menschen das Restaurant. Im Minutentakt trägt er Teller mit Salat und Gerstensuppe aus der Küche an die Tische der Gäste. «Wenn die Leute hier zu Mittag essen, muss es schnell gehen. Denn meist haben sie nur wenig Zeit», erklärt Diler. Die Suppe beispielsweise köchelt deshalb in einem Topf vor sich hin, das Anrichten geht dementsprechend zügig.

Beim Vorbeigehen macht Diler immer wieder halt und zeigt die Gerichte. Schnitzel und Pommes frites, Cordon bleu, Lasagne, Spaghetti Carbonara und Rösti werden heute bestellt. Die Gerichte bereiten die Angestellten in der Küche mit Liebe zum Detail zu, Basilikum und Zitronenschnitze zieren die Speisen.

Es kam nichts anderes infrage

Zufälligerweise besucht auch Rolf Blatter, der Besitzer der Liegenschaft, das Gasthaus. Er war seit Ende des letzten Jahrs auf der Suche nach einem neuen Pächter, nachdem der damalige Wirt Ulrich Tschanz in Pension gegangen war.

Für Blatter war damals klar, dass ihm weder eine chinesische Küche noch eine Pizzeria ins Haus kommen. Und Anfragen erhielt er zur Genüge, lehnte diese jedoch alle ab. «Ich bin sehr glücklich, dass ich nun mit Sinan Diler jemanden gefunden habe, der eine bürgerliche Küche anbietet», sagt der Besitzer. Er schaut gerne mal selbst im Gasthaus Blume vorbei. «Bisher habe ich hier immer gut gegessen.»

Gasthaus Blume in Bubikon.
In das Gasthaus Blume ist wieder Leben eingekehrt.

Bald mit Hauslieferservice

Diler seinerseits wurde von einem Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass das Gasthaus Blume einen neuen Pächter sucht. Kurzerhand bewarb er sich, entwarf ein Konzept für die Speisekarte und erhielt den Vertrag.

Heute kümmert sich der 59-Jährige mit einem weiteren Mitarbeiter im Service und zweien in der Küche um das Wohl der Gäste. Und bereits im Oktober will er das Angebot für die Kundschaft mit einem Hauslieferservice abends ausbauen.

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