Diese zwei Oberländer wollen Mister Right werden
Swiss Men’s Award in Uster
Pascal Item aus Rüti und Janiel D’Alberto aus Effretikon stehen im Finale um den Titel des Mister Right 2024. Am 12. Oktober wird sich im Ustermer Stadthofsaal zeigen, ob die Oberländer den Titel in die Region bringen.
«Hübsch sein reicht nicht mehr», sagt Finalist Pascal Item. «Man braucht das Gesamtpaket, um den Swiss Men’s Award zu gewinnen.»
Bisher scheint er es nicht schlecht gemacht zu haben, denn gemeinsam mit elf weiteren Schweizer Männern steht er im Finale um den Titel des Mister Right 2024. «Den Titel zu gewinnen, wäre der krönende Abschluss dieser Erfahrung», sagt der Effretiker Finalist Janiel D’Alberto.
Am 12. Oktober wird sich im Stadthofsaal in Uster entscheiden, wer der zwölf Finalisten den Award nach Hause nimmt. Und ob es mit Item oder D’Alberto womöglich ein Mister Right aus dem Oberland werden könnte.
Der perfekte Mister Right
«Ja, der Swiss Men’s Award soll mehr als nur ein Schönheitswettbewerb sein», sagt Renata Angehrn, Organisatorin des Awards. «Wir haben eine siebenmonatige Reise hinter uns, die Themen wie Social Media, Shooting, Speaking und Skills umfasst hat» – um den Mann zu finden, der nicht nur attraktiv ist, sondern auch Köpfchen, Herz und Persönlichkeit mitbringt.
Der Mister Right müsse aber nicht einem bestimmten Typ entsprechen – lediglich über 20 Jahre alt soll er sein. Er müsse weder Single noch Hetero sein, auch eine Mindestgrösse oder ein bestimmtes Gewicht gebe es nicht. «Es ist uns viel wichtiger, dass wir jemandem den Titel geben, der authentisch ist, seine Werte vertritt und sich in der Zeit weiterentwickeln und entfalten konnte.»
Das Finale dauert deshalb auch um die dreieinhalb Stunden: Die Organisatorin verspricht verschiedene Challenges, lustige Momente und jede Menge Emotionen. Es ist bereits der fünfte Mister, der mit dem Award gekürt wird.
«Es ist mir ein persönliches Anliegen, den Award durchzuführen», erzählt Renata Angehrn.
Jedes Jahr gebe sie damit 20 Kandidaten die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, neu zu entdecken und in die glamouröse VIP-Welt reinzuschnuppern.
Janiel D’Alberto aus Effretikon
Und diese Luft schnupperte unter anderen Janiel D’Alberto: Der 31-jährige Effretiker hat sich beim Swiss Men’s Award angemeldet, weil er gerne neues ausprobiert, ein extrovertierter Mensch ist. «Ich hatte gar keine grossen Hintergedanken, sondern bin einfach mal zum Casting», erzählt er.
Als er dann aber die erste Challenge gewonnen hat, habe es ihn gepackt. Jetzt steht er im Finale – und ist guter Dinge. «Wir konnten in dieser Zeit so viel über uns selbst lernen. Die Challenges und die Coachings helfen wirklich, dabei herauszufinden, wo die eigenen Stärken liegen.»


Aus sich selbst rauszukommen, an die eigenen Grenzen zu gehen, das ist etwas, was D’Alberto nur zu gut kennt – und gerne macht.
Ist er nämlich gerade nicht im Schulhaus, wo er Sekundarschüler unterrichtet, treibt der Effretiker jede Menge Sport: Vom Stand-up-Paddeln über Thaiboxen, Schwimmen und Sporttauchen bis hin zum Joggen zieht in alles an, was Bewegung beinhaltet.
Ein Mann mit Visionen und Tiefgang
Dass er dadurch einen trainierten Körper vorweisen kann, ist für den Award sicher nicht hinderlich: «Ich glaube schon, dass man eine gute Gattung machen muss – aber halt auf seine eigene, individuelle Art.» Viel mehr aber noch als das, glaubt D’Alberto an das, was hinter der Fassade steckt.
«Ich bin ein Mann mit Visionen und Tiefgang.» Das zeigt er immer wieder in seinem Lehrerberuf, in dem er eine wahrliche Berufung gefunden hat. «Die Arbeit mit den Kindern erfüllt mich ausserordentlich.» Seine Schüler sind übrigens überzeugt davon, dass ihr Lehrer den Award gewinnt.
Sollte D’Alberto den Titel wirklich nach Hause bringen, will er die Plattform für etwas Sinnvolles nutzen: «Vielleicht etwas Gemeinnütziges, ein soziales Projekt wäre cool.» Er sei aber offen dafür, wo die Reise hingeht. Reisen, das will er sowieso auch noch: «Einmal um die Welt, das wäre mein Traum.»
Seine Misses Right hat er dafür zwar noch nicht gefunden – das ist ihm aber im Moment auch kein Anliegen. «Ich will mich auf mich, mein Leben und meine Ziele konzentrieren», sagt er. Und dazu gehört nun erstmal auch der Kampf um den Award.
Pascal Item aus Rüti
Ganz im Sinne von «dabei sein ist alles», freut sich der 30-jährige Rütner, Teil des Finals zu sein – unabhängig davon, wie dieser ausgeht.
«Natürlich würde ich mich über den Sieg des Titels freuen. Aber ich glaube, auch andere Kandidaten würden super in der Rolle aufgehen und diese Möglichkeit für sich nutzen.»


Dass er so locker an die Sache rangeht, ist für ihn nicht selbstverständlich. «Ich war früher eher unsicher. Seit der Zeit meines Outings bin ich viel selbstsicherer, weiss, wer ich bin und was ich will.»
Seit vier Jahren ist Item glücklich mit seinem Partner liiert. Auch sonst ist er in seinem Leben angekommen: «Nachdem ich eine Coiffeurlehre gemacht und dann hie und da gejobbt habe, weiss ich jetzt, was ich machen will.»
Neben seinem Job als Geschäftsführer eines Fitnessstudios studiert er, schreibt gerade seine Bachelorarbeit – und will danach seinen Beruf mit seinem Studieninhalt verbinden. «Ich würde gerne kranken Menschen dabei helfen, Fitness und Gesundheit mit ihrer Einschränkung zu vereinen.»
Keine Ellbogen-Kultur
Obwohl der 30-Jährige viel beschäftigt ist, freut er sich jedes Mal auf die Challenges mit seinen Mitbewerbern. «Eigentlich sind wir gar nicht wirklich Konkurrenten, sondern eher Freunde», erzählt Item. Über die Monate hätten sich Freundschaften gebildet, man unterstütze sich gegenseitig und freue sich über Erfolge. «Es herrscht keine Ellbogen-Kultur. Ganz im Gegenteil.»
Deshalb ist er vor allem dankbar für die Zeit, die er im Rahmen des Awards erleben durfte. «Man hat so viel in uns investiert, wir konnten einiges lernen – deshalb nehme ich viel mit, so oder so.» Er habe beim Award Menschen kennengelernt, mit denen er sonst vielleicht nie geredet hätte. «Wie schön das Leben doch spielen kann.»
Besonders freue ihn, dass der Award nicht nur auf typische Schönheitsideale ausgelegt sei, sondern richtigen Charakteren eine Chance gibt. «Es spielt doch keine Rolle, ob ich hetero oder 190 cm gross bin. Wenn ich ein authentischer Mann mit Persönlichkeit bin, dann habe ich eine Chance auf den Titel.»
Sollte Item den Award gewinnen, will er seine Plattform vor allem dafür nutzen, anderen Menschen ein Vorbild zu sein und ihnen Mut zu machen. «Jeder soll so sein dürfen, wie er will.» Und das ist für ihn die Essenz des Swiss Men’s Award: authentische Männer hervorzuheben.
Das Finale des Swiss Men’s Award
Am 12. Oktober ab 19 Uhr findet das Finale des Swiss Men’s Award im Stadthofsaal in Uster statt. Anhand mehrerer Live-Challenges wie dem Catwalk und einem Talentwettbewerb wird eine Jury entscheiden, wer der zwölf Finalisten den Titel verdient hat.
Tickets für das Event gibt es bei Ticketino.com ab 59 Franken. Das Programm verspricht eine «gigantische Liveshow», moderiert von Sven Epiney.