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«Als das Fest zu Ende war, hat der Himmel angefangen zu weinen»

Am Dübifäscht wurde erstmals ein Mehrweg-System für Becher eingeführt. Hat die Massnahme die Abfallmenge reduziert?

OK-Präsident Marcel Ingold schätzt, dass 30’000 Personen das Dübifäscht besucht haben.

Fotos: Marcel Vollenweider, Talina Steinmetz

«Als das Fest zu Ende war, hat der Himmel angefangen zu weinen»

Die Dübifäscht-Bilanz

Dübendorf hat drei Tage und Nächte durchgefeiert. Doch wie lief es mit dem umstrittenen Mehrwegsystem für Becher? OK-Präsident Marcel Ingold weiss es.

Herr Ingold, Dübendorf war drei Tage lang eine Festhütte. Wie lautet Ihr Fazit?

Marcel Ingold: Es war über alle Tage ein super Fest, die Stimmung war genial, und das Wetter hat auch mitgemacht. Als das Fest am Sonntagabend zu Ende war, hat der Himmel angefangen zu weinen. Es hat wirklich alles reibungslos funktioniert.

Keinerlei Zwischenfälle?

Die Bilanz der Polizei war durchwegs positiv, es gab keine besonderen Vorkommnisse – es war einfach ein friedliches Fest. Selbst die Sanitäter hatten kaum etwas zu tun. Am Freitag haben sie zum Beispiel gerade mal zwei Pflästerli verteilt.

Wie viele Besucher kamen ans Fest?

Wir schätzen, dass es insgesamt über 30'000 waren.

Was war Ihr persönliches Highlight?

Eigentlich war das ganze Fest ein Highlight. Besonders gefallen hat mir aber das Dübi-Klassentreffen. Da haben sich zum Teil Klassenkameraden nach Jahrzehnten wieder einmal gesehen. Das müssen wir in vier Jahren unbedingt wieder machen.

Was offenbar nicht gut ankam, war das Mehrwegsystem für Becher. Zu kompliziert, zu aufwendig und zu teuer – das hat man überall gehört.

Mir persönlich ist während des Fests nichts dergleichen zu Ohren gekommen. Aber das Thema wird sicher an der Abschluss-Vereinssitzung Ende Oktober besprochen. Aus meiner Sicht kann ich aber schon jetzt sagen, dass das Konzept ein Erfolg war, denn im Vergleich zu früheren Jahren hatte es deutlich weniger Abfall auf der Strasse. Dazu beigetragen haben neben dem Mehrwegsystem sicher auch die zusätzlichen Abfallbehälter, die gut genutzt wurden.

An wen ging diesmal der Preis für das schönste Zelt?

Die Jury hat für das gemeinsame Zelt der Feuerwehr und des Feuerwehrvereins sowie für das Zelt der Jugendmusik Glattal und der Stadtmusik Dübendorf gleich viele Punkte vergeben, deshalb halbieren wir die 2000 Franken Preisgeld.

Eine Legende besucht Dübendorf

Hoher Besuch am Dübifäscht: Milan-Legende Franco Baresi kam am Samstagnachmittag auf Einladung des FC Glattal auf einen Sprung vorbei. Baresi gilt als einer der besten Liberos der Fussballgeschichte, er wurde mehrfach italienischer Meister und gewann dreimal den Europapokal der Landesmeister respektive die Champions League. 1994 wurde er mit der italienischen Nationalmannschaft Vize-Weltmeister. Auf dem Instagram-Account von Szene isch Züri ist zu sehen, wie Baresi lässig grinsend und mit Sonnenbrille durch das Festzelt des FC Glattal schreitet, gefeiert von Junioren im Milan-Trikot. red

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