Schule Dürnten reagiert auf Elternbrief und informiert über Abgang
Schulpflege sucht Dialog
Fehlende Kommunikation und gleich mehrere Abgänge von Leitungspersonen sorgten an der Schule Dürnten zuletzt für Unruhe. Jetzt reagiert die Schule – und vermeldet einen weiteren Abgang.
Am 6. Juli erreichte die Schulpflege Dürnten ein offener Brief mit rund 100 Unterschriften: Es herrscht Unmut. Mehrere Eltern und Mitarbeitende der Schule Dürnten kamen auch auf die Redaktion zu und berichteten von Missständen auf der Führungsebene, fragwürdigen Krankschreibungen, inkonsequenter interner und externer Kommunikation und Unmut über unverständliche Entscheidungen.
Ein Umstand, auf den die Schulpräsidentin Miriam Cadisch (FDP) nun öffentlich reagiert – nachdem sie der Person, welche die Unterschriften eingereicht hatte, bereits geantwortet hat.
In den Dialog
«Wir verstehen, dass die Veränderungen in der Schule unter Umständen für Verunsicherung sorgen können», sagt Cadisch. «Deshalb wollen wir in den offenen Dialog.»
In einem Schreiben vom 23. August informierte die Schulpräsidentin die Eltern der schulpflichtigen Dürntner Kinder über einen freiwilligen Informationsanlass am 10. September. An diesem sollen die Fragen des offenen Briefs, soweit möglich, im Plenum beantwortet und besprochen werden. Weitere Fragen an die Schule Dürnten können im Voraus eingereicht werden. Der Anlass ist den Dürntner Eltern vorbehalten.
«Natürlich ist der Unmut von Eltern, Mitarbeitenden und ehemaligen Mitarbeitenden nicht an uns vorbeigezogen», sagt Cadisch. «Wir nehmen die Bedenken ernst und wollen in eine gemeinsame Zukunft schauen.»
Deshalb freue sie sich, wenn der Informationsanlass gut besucht werde und sie gemeinsam mit den Eltern offene Fragen klären könne.
Ausserdem bietet sie neu wöchentliche Sprechstunden an. «Der Dialog und die Zusammenarbeit sind mir äusserst wichtig.»
Ehemaliger Gesamtschulleiter ist definitiv weg
In einem zweiten Brief informiert Miriam Cadisch über eine weitere Veränderung: Während am Anfang der Sommerferien die Zukunft des krankgeschriebenen Gesamtschulleiters noch in den Sternen stand, ist jetzt klar – er wird nicht mehr zur Schule Dürnten zurückkehren.
In gegenseitigem Einvernehmen habe man das Arbeitsverhältnis beendet.
Damit ist klar: David Sigos, der die Gesamtschulleitung ad interim übernommen hatte, wird nun längerfristig an der Schule Dürnten bleiben. Er konnte bis Ende des Schuljahrs 2024/2025 verpflichtet werden.
«Das gibt uns genügend Zeit, eine passende Nachfolgerin oder einen passenden Nachfolger für die Stelle der Gesamtschulleitung zu finden», sagt Miriam Cadisch.
Die Schule braucht Zeit
Dass der nun ehemalige Gesamtschulleiter nicht mehr in seine Position zurückkehren wird, bedeutet den vierten Abgang in einem Schuljahr auf der operativen Führungsebene in der Schule Dürnten: Auf Ende des vergangenen Schuljahrs waren drei Schulleiterinnen krankgeschrieben, zwei von ihnen haben gekündigt, und eine wurde definitiv pensioniert.
Die Geschäftsleitung bedauert die Häufung an Abgängen, ist aber zuversichtlich, für das neue Jahr gut aufgestellt zu sein.
«Es gehört zu jedem Unternehmen und auch zur Schule, dass Arbeitsverhältnisse zu Ende gehen», sagt Lukas Leibundgut, Abteilungsleiter der Schule. Das Wichtigste sei jedoch, sich auf die wesentlichen Aspekte zu konzentrieren: die Organisation der Schule und die Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Unterrichts für die Kinder, welche gewährleistet sei.
«Um unseren Aufgaben gerecht nachzugehen und das Beste für die Kinder und deren Bildung zu geben, brauchen die Schule und deren Beteiligte jetzt Zeit, um sich auf die Kernaufgaben konzentrieren zu können», so Cadisch.