Rollende Lebensmittelretter von Foodchat halten neu in Wila
Novum in der Region
Lebensmittel, die die Kriterien von Migros und Co. nicht erfüllen, gehen zurück an den Absender. Dort landen sie meist im Müll. Foodchat kämpft mit einem Gruppenchat und Freiwilligenarbeit dagegen an – jetzt auch im Tösstal.
Fünf Minuten vor Beginn des Verkaufsfensters rollt er an, der weisse Lieferwagen der Lebensmittelretter von Foodchat. Er wird bereits sehnsüchtig erwartet. Auf dem Werkhof Huebwis in Wila haben sich an diesem Mittwochmorgen gut 25 Personen in Stellung gebracht, um Gemüse und Früchte vor der Tonne zu retten.
Das Konzept ist simpel: Lebensmittel, die von den Detailhändlern abgelehnt werden – zum Beispiel, weil sie unförmig oder zu gross sind –, können direkt vom Laster aus erstanden werden, anstatt dass sie zurück zum Grosshändler und dort vermutlich in den Abfall wandern.
Seit einer Woche gibt es das Angebot auch in Wila. Es ist bereits der 21. Standort und der erste in der Region, den die Lebensmittelretter aus der Ostschweiz anfahren. «Mittlerweile sind wir von Montag bis Freitag unterwegs und halten pro Tag an drei oder vier Standorten», erklärt Leiterin Nicole Stadler.
