Ehrung für Ustermer Chemie-Genie
Chemie-Olympiade in Saudi-Arabien
Für eine Medaille hat es zwar nicht gereicht. Trotzdem konnte der Ustermer Andrin Hauenstein an der Internationalen Chemie-Olympiade einen Erfolg verbuchen.
Nicht nur Sport-Stars in Paris haben in den letzten Tagen um Medaillen für die Schweiz gekämpft. Vom 21. bis zum 30. Juli fand in Saudi-Arabien die Internationale Chemie-Olympiade (Icho) statt. 327 Jugendliche aus 84 Ländern, darunter vier Schweizer und ein Liechtensteiner, stellten sich an den Labortisch in der Hoffnung auf Edelmetall. Dabei wurde der Ustermer Andrin Hauenstein mit einer Ehrenmeldung ausgezeichnet, für eine Medaille hat es jedoch nicht gereicht.
In der praktischen Prüfung mussten die Teilnehmer unter anderem verschiedene Methoden anwenden, um den Inhalt unbekannter Lösungen zu bestimmen. In der theoretischen Prüfung beschäftigten sie sich zum Beispiel mit Tyrosinase, einem Enzym, das an der Biosynthese von Dopamin beteiligt ist, oder auch mit den Eigenschaften von Porphyrinkomplexen, die in Erdöl vorkommen.
Letztes Jahr, als die Icho von der Schweiz an der ETH Zürich organisiert wurde, war Andrin Hauenstein auch schon dabei. «Wir hatten dieses Jahr weniger Freiheit, das Land zu erkunden. Letztes Jahr konnten wir zum Beispiel selber entscheiden, ob wir wandern gehen oder den Rheinfall besuchen wollten», vergleicht der Maturand. In Saudi Arabien gehörten zum Programm unter anderem Ausflüge in die historische Stadt Dir’iyya und zum traditionellen Markt, Begegnungen mit Arabischen Pferden, kulturelle Darbietungen und ein Besuch beim Chemiekonzern Sabic, der den Anlass finanziert hat.