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ÖV in Effretikon

So sollen die Kosten für den neuen Bushof aufgeteilt werden

Der Bushof beim Bahnhof Effretikon bedient auch fünf Nachbargemeinden. Ein Verteilschlüssel zeigt, wie deren finanzieller Beitrag am Neubau aussehen könnte.

Der neue Bushof soll direkt an das ebenfalls geplante 19-geschossige Wohn- und Gewerbegebäude anschliessen.

Illustration: PD

So sollen die Kosten für den neuen Bushof aufgeteilt werden

ÖV in Effretikon

Der Bushof beim Bahnhof Effretikon bedient auch fünf Nachbargemeinden. Ein Verteilschlüssel zeigt, wie deren finanzieller Beitrag am Neubau aussehen könnte.

Almut Berger

Im Zuge der Effretiker Zentrumsplanung soll der Bushof von der Süd- auf die Nordseite des Bahnhofs verlegt und von sechs auf neun Haltekanten ausgebaut werden. Der heutige Bushof bietet nur knapp Raum, um die aktuell neun Buslinien von und nach Brütten, Kyburg, Illnau, Nürensdorf, Volketswil, Schwerzenbach und Lindau sowie Winterberg abzuwickeln.

Eine Stellungnahme der Gemeinde Lindau zum von Illnau-Effretikon vorgeschlagenen Kostenverteilschlüssel zeigt nun, wie die Kosten für den geplanten Neubau unter den verkehrstechnisch angebundenen fünf Nachbargemeinden verteilt werden könnten.

50 Prozent übernehmen Bund und Kanton

Der Verteilschlüssel beruht auf einer Schätzung vom 4. April 2023, wonach sich die Kosten für den neuen Bushof auf rund 10,4 Millionen Franken mit einer Genauigkeit von plus/minus 15 Prozent belaufen. Noch nicht berücksichtigt sind dabei die Landkosten beziehungsweise Baurechtszinsen.

Das Projekt ist im Agglomerationsprogramm Winterthur und Umgebung angemeldet, welches durch den Bund finanziert wird. Rund 50 Prozent – also zirka 5 Millionen Franken – würden demnach zusammen mit den Subventionsbeiträgen des Kantons Zürich aus dem Verkehrsfonds abgedeckt.

Es ist eine Illustration des geplanten Busbahnhofs.
Der neue Bushof wird künftig neun statt bisher sechs Haltekanten bieten.

Die verbleibenden Kosten sollen anhand eines Kostenschlüssels anteilsmässig verteilt werden, wobei die Nutzung (Fahrgastfrequenzen), die Leistung (Anzahl Haltekanten) und die Quantität (Anzahl bedienter Haltestellen) der einzelnen Buslinien je zu einem Drittel gewichtet wurden. Als Basis dienten die Durchschnittswerte der Verkehrsbetriebe Glattal AG von 2023. Der gleiche Kostenverteilschlüssel wurde bereits beim Busbahnhof Pfäffikon angewendet und vom Zürcher Verkehrsverbund als plausibel und nachvollziehbar taxiert. Der Kanton selber erlässt keine Vorgaben.

Gegengeschäft mit Schwerzenbach

Nach Abzug der Kostenbeiträge von Kanton und Bund ergibt sich für Illnau-Effretikon laut Kostenteiler ein Anteil von gerundet 43 Prozent oder 2,25 Millionen Franken. Dieser beinhaltet auch den Anteil von 1,07 Prozent der Gemeinde Schwerzenbach. Schwerzenbach hatte 2017 einen neuen Bushof erstellt und dafür von Illnau-Effretikon keine Kostenbeteiligung eingefordert. Diese verzichtet nun im Gegenzug auf eine Kostenbeteiligung der Schwerzenbacher.

Für Lindau mit rund 33 Prozent beläuft sich die Kostenbeteiligung auf 1,7 Millionen Franken. Nürensdorf und Volketswil mit 12 Prozent respektive 8 Prozent würden 650’000 Franken respektive 400’000 Franken übernehmen. In Brütten wären 4 Prozent oder 200’000 Franken fällig.

Über den Kredit für den neuen Bushof werden das Parlament und anschliessend die Stimmberechtigten an der Urne entscheiden. Mit dem Bau könnte frühestens Mitte 2027 gestartet werden. Die Kostenbeiträge würden nach Bauvollendung 2028/2029 fällig.

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