Der Traum, sich einst durch die Röhre schiessen zu lassen
Neue Reisemöglichkeiten gesucht
In Dübendorf konnten sich Besucher einen Überblick verschaffen, wie es um das futuristische Transportsystem Hyperloop steht.
Der Innovationspark ist für manchen Dübendorfer wie der Estrich, auf dem man seit Jahren nicht mehr war; obwohl gleich vor der Nase, hat man wenig Ahnung, was dort lagert oder vor sich geht. Ein bisschen Interesse aus der Bevölkerung durften sich die Veranstalter jedoch erhoffen. Denn schliesslich ging es nicht um irgendeine verstaubte Kommode eines Urahnen, sondern um «die Zukunft des Transports» – so zumindest die Vorstellung der Beteiligten (siehe Box).
Am Samstag stand das Flugplatzareal im Zeichen der europäischen Hyperloop Week. Den ganzen Tag fanden Live-Demonstrationen verschiedener Studententeams statt, um das Transportsystem mit magnetisch schwebenden Fahrzeugen vorzustellen, welches dereinst Personen oder Waren mit bis zu 900 km/h durch eine Vakuumröhre befördern könnte. Laut den Veranstaltern zielt die Hyperloop Week darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Forschern, Studenten und Industrieexperten zu fördern, um diese Technologie voranzubringen.
Die Eingangskontrolle – für den Zutritt musste man sich vorab kostenlos registrieren – fiel dann auch sehr international aus. Auf das «Grüezi, wo findet denn die nächste Demonstration statt?» eines Besuchers gabs lediglich ein Schulterzucken: «Sorry, English only», sagte einer der zwei schottischen Studenten. Konsequenterweise bekam man dazu auch gleich drei Broschüren «in English only» in die Hand gedrückt. Doch immerhin gab es auf der anderen Seite des Innovationsparks auch deutschsprachige Kontrollen.

