Neue Zeitung ist in den Briefkästen in Gossau angekommen
Alte Zeitung weg, neue Zeitung da
Die Gemeinde Gossau stellt gleich die ganze Kommunikation um. Die amtlichen Publikationen veröffentlicht sie seit Anfang Jahr auf ihrer Website. Neu verteilt sie auch eine Zeitung und lanciert mehrere Social-Media-Kanäle.
Als die Gossauerinnen und Gossauer am letzten Donnerstag ihre Briefkästen öffneten, dürften sie eine neue Zeitung entdeckt haben. Denn von nun an verteilt Gossau alle zwei Monate eine gemeindeeigene Publikation. Sie trägt den Namen «Lutra» – eine lateinische Abkürzung für den Fischotter auf dem Gossauer Wappen.

Seit Anfang Jahr veröffentlicht die Gemeinde ihre amtlichen Publikationen nicht mehr in einer Zeitung, sondern auf der eigenen Website. Dadurch werden jährlich 92’000 Franken gespart, wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung schreibt. Dieses Geld verwendet nun die Verwaltung dazu, ihre Kommunikation zu verbessern.
Die Bevölkerung soll besser über relevante Themen aus den Behörden und der Verwaltung informiert werden, wie aus der Medienmitteilung hervorgeht. Neben der eigenen Zeitschrift lancierte die Gemeinde zugleich Social-Media-Kanäle auf Instagram, Facebook und LinkedIn. Damit will Gossau über die Kanäle kommunizieren, welche die Menschen auch tatsächlich nutzen.
Eine Zeitung weg, eine neue Zeitung da
Bisher informierte unter anderen das vierköpfige Redaktionsteam der Zeitung «Gossauer Info» die Menschen in der Gemeinde. Wie es in der Juni-Ausgabe aber bekannt gab, wird die fast 40-jährige Zeitung Ende Jahr aufgelöst. Der Gemeinderat schreibt dazu: «Der Entscheid steht in keinem Zusammenhang mit der neuen Print-Publikation der Gemeinde. Vorgesehen war, die ‹Gossauer Info› weiterhin und im bisherigen Umfang als Verbreitungskanal für Gemeindemitteilungen zu nutzen.»
Der Druck der neuen Zeitung «Lutra», die Website und die Social-Media-Kanäle kosten die Gemeinde jährlich 187’000 Franken. Damit plant der Gemeinderat, jedes Jahr rund 30’000 Franken mehr für die Kommunikation auszugeben als bisher.
Über zwei Jahre hinweg sammelt der Gemeinderat Rückmeldungen aus der Bevölkerung, wie die neuen Angebote ankommen. Dann soll entschieden werden, ob und in welchem Rahmen die Zeitung und die Online-Kanäle weitergeführt werden.