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Die nächste Ehrenrunde für das Seebistro in Pfäffikon

Sollte von nun an alles glatt laufen, könnte der «Seegarten» 2026 Eröffnung feiern. Doch der Konjunktiv prägt seit Jahren die Geschichte des Projekts.

So könnte der «Seegarten» am Pfäffikersee samt WC-Anlage aussehen, sofern die Anwohner aus dem Gebäude dahinter nicht wieder mit einem Rekurs erfolgreich sind.

Visualisierung: Atelier Brunecky, 2023

Die nächste Ehrenrunde für das Seebistro in Pfäffikon

Projekt liegt öffentlich auf

Endlich kann auch die Bevölkerung Einblick in die neusten Pläne für den «Seegarten» am Pfäffikersee nehmen. Das Projekt von Andreas Brüllmann liegt noch bis 27. Juni auf.

Die Geschichte des neuen Gastroangebots am Pfäffiker Seequai ist von vielen «eigentlich» und «aber» gespickt. Eigentlich hätte es dort bereits seit Sommer 2021 einen neuen Gastrobetrieb unter der Leitung von Andreas Brüllmann geben sollen. Aber das Baubewilligungsverfahren für Brüll’s Seegarten zog sich hin.

Eigentlich hätte die Inbetriebnahme des Neubaus spätestens Ende 2023 erfolgen sollen. Aber noch immer werden aus dem temporären, grünen Gastro-Container Brüll’s Pop-Up Wurst und Bier verkauft.

Eigentlich haben sich Brüllmann und die Gemeinde Pfäffikon, welche das Land verpachtet, schon längst auf einen Neubau geeinigt. Aber Nachbarn haben unter anderem bezüglich Parkierungskonzept und WC-Anlage einen Rekurs eingereicht, und Brüllmann zog in der Folge Anfang 2023 sein Baugesuch zurück.

Und eigentlich liegt nun seit Anfang Juni das überarbeitete Bauprojekt öffentlich auf, in dem die kritisierten Punkte angepasst wurden. «Aber man weiss ja nie», sagt er auf Anfrage.

Toiletten jetzt im Gebäude

Bereits im Januar hatte er das neue Konzept präsentiert, gemäss dem die Gäste nun nicht mehr die öffentlichen WC-Anlagen benützen müssten, sondern zwei Toiletten im Innenbereich eingeplant sind. «Dies bedeutet unter anderem, dass die Gebäudemasse grösser als ursprünglich geplant wurde.»

Wegen einiger bautechnischen Details mussten die Pläne im Januar aber noch einmal von den offiziellen Stellen geprüft werden. Darum liegt das Projekt erst jetzt öffentlich auf. «Eine von vielen Ehrenrunden», meint Brüllmann seufzend.

Andreas Brüllmann steht zwischen Stühlen im ehemaligen Biergarten am Pfäffikersee.
Bis Ende 2020 betrieb Andreas Brüllmann noch den Biergarten am Pfäffikersee. Danach übernahm er die Pacht des Imbisses. (Archiv)

Noch habe er von den Anwohnern, die das neue Konzept auch jetzt zum ersten Mal im Detail begutachten können, noch keine Rückmeldung erhalten. «Eigentlich sollten nun all ihre Forderungen erfüllt sein», sagt er.  

Aber auch wenn ab jetzt alles glattlaufen würde, könnte der «Seegarten» wohl nicht vor 2026 Realität werden. «Allein die Bauzeit würde rund ein Jahr dauern. Und mit der Baubewilligung, gegen die auch wieder rekurriert werden könnte, rechne ich nicht vor Herbst.»

Seine Motivation, am Pfäffiker Seequai irgendwann einen richtigen Gastrobetrieb zu eröffnen, sei derweil ungebremst. Die Gäste von Brüll’s Pop-Up würden praktisch täglich fragen, wann es mit den Bauarbeiten endlich losgehe. «Eigentlich wäre das Bedürfnis nach dem Angebot da. Aber ich kann die Gäste nur immer weiter vertrösten.»

Zusätzlich zum Neubau des Restaurants Seegarten liegt auch ein Bauprojekt der Gemeinde Pfäffikon momentan öffentlich auf, das aber direkt damit verknüpft ist: Die Gemeinde plant, die heutigen öffentlichen Toilettenanlagen am Seequai zu ersetzen. Der Ersatz der sanierungsbedürftigen Anlage wird an das geplante Restaurant angebaut. Beide Projekte liegen bis am 27. Juni öffentlich auf.

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