«Wer den TV im Blut hat, bleibt im TV»
125 Jahre Turnverein Turbenthal
Seit 125 Jahren gibt es den Turnverein Turbenthal schon. Zum Jubiläum geben fünf Vereinsmitglieder Einblick in ihr Hobby und Engagement. Heute: Kassier und Bauchef Simon Schenk.
Simon Schenk hat eine klassische «Turnerkarriere» hinter sich: Mit zehn Jahren startete er in der Geräteriege, dann folgte der Wechsel in die Jugi. Aktivmitglied ist der 27-Jährige seit nunmehr elf Jahren.
Herr Schenk, wie sind Sie zum Turnverein gestossen?
Simon Schenk: Ich denke, ich bin gewissermassen «hineingewachsen». Praktisch all meine Freunde gingen bereits in die Jugi, von daher war relativ schnell klar, dass es mich auch in den TV zieht. Und ein «Tschütteler» war ich halt nie – das machte die Entscheidung noch leichter.
Welche Rolle spielen Sie im Verein beziehungsweise in Ihrer Riege?
Neben dem eigentlichen Turnen bin ich der Leiter des Bauteams der Abendunterhaltung und der diesjährigen Regionalmeisterschaften (RMS) und damit für den Aufbau von Zelten, Bühnen und Co. verantwortlich. Ausserdem leite ich die grosse Jugi-Gruppe mit 10 bis 15 jungen Turnern und bin Kassier des Vereins.
Zum 125-Jahr-Jubiläum des Turnvereins Turbenthal stellen wir fünf Turnerinnen und Turner aus verschiedenen Riegen und Altersgruppen vor. In Kurzinterviews geben sie Antwort auf sechs aktuelle und persönliche Fragen.
Nicht allzu sehr. Viele Traditionen und Rituale sind noch dieselben wie zu meiner Jugi-Zeit. Und die Wettkämpfe, die ich heute als Jugi-Leiter besuche, kenne ich ebenfalls noch von früher.
Was ist Ihr persönliches Highlight Ihrer bisherigen Zeit im Verein?
Als Bauchef der RMS ist es natürlich ein absolutes Highlight, dass wir als Verein einen solchen Grossanlass stemmen konnten. Generell würde ich sagen, dass die eindrücklichen Leistungen, die man im Team und in unzähligen Stunden freiwilliger Arbeit erbringen kann, immer wieder Highlights sind. Da gehört sicher auch der Sport an sich dazu, aber das ist für mich nicht das Wichtigste.

Viele Vereine kämpfen mit Mitgliederschwund. Wie zeigt sich das bei Ihnen?
Verglichen mit anderen kleineren Vereinen dürfen wir sicher nicht jammern. Uns fällt aber auf, dass wir bei den Jungs weniger Zulauf haben als bei den Mädchen. Warum genau das so ist, ist schwer zu sagen – vielleicht wollen sich die Jungs weniger an etwas binden, oder es gibt einfach viel «Konkurrenz» durch andere Sportangebote. Ich bin aber überzeugt: Wer den TV im Blut hat, bleibt im TV.
Was motiviert Sie, sich weiterhin im Turnverein zu engagieren?
Ich finde den Generationengedanken sehr schön. Jede Altersgruppe trägt ihren Teil zum Vereinsleben bei: Vom Kind bis zum 80-Jährigen helfen alle mit. Mein Engagement für den Nachwuchs ist ein Beitrag dazu, dass ich – wie die ältere Generation heute – selbst auch in 30, 40 Jahren noch ein Plätzli im Verein habe. Wenn auch vielleicht etwas passiver als heute.
>>> Hier lesen Sie, was Ramona Rüeger mit dem Turnverein verbindet.
