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«Nach der Rangverkündigung standen alle auf den Festbänken»

Zum Jubiläum des Turnvereins geben Mitglieder aus verschiedenen Riegen Antwort auf persönliche Fragen. Im ersten Teil: Ramona Rüeger.

Ramona Rüeger ist seit 15 Jahren Mitglied im TV Turbenthal.

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«Nach der Rangverkündigung standen alle auf den Festbänken»

125 Jahre Turnverein Turbenthal

Der Turnverein Turbenthal feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. In einer fünfteiligen Serie stellen wir Turnerinnen und Turner und deren Engagement in den Mittelpunkt. Den Auftakt macht die 19-jährige Ramona Rüeger.

Ramona Rüeger turnt praktisch schon, seit sie denken kann – in der ersten Primarklasse tauchte sie in die Turnverein-Welt ein und ist seither voll dabei. Zählt man das Kinderturnen mit, hat sie gar bereits 15 Vereinsjahre auf dem Zähler. Das liegt nicht zuletzt an ihrer turnbegeisterten Familie.

Frau Rüeger, wie sind Sie zum Turnverein gestossen?

Ramona Rüeger: Mein Mami war Mädchenriege-Leiterin und turnt auch selbst. Als die Frage nach einem Hobby aufkam, war der Turnverein also gleich naheliegend. Ich habe dann in ein Training reingeschnuppert, und es hat auf Anhieb gepasst, also bin ich geblieben.

Welche Rolle spielen Sie im Verein? In welcher Riege turnen Sie?

Ich turne in der Aktivriege, wo vor allem Leichtathletik und Geräteturnen im Vordergrund stehen. Ausserdem engagiere ich mich seit etwa sechs Jahren als Leiterin. Ich leite aktuell die kleine Mädchenriege, das sind Erst- bis Drittklässlerinnen.

Wie hat sich die Vereinsarbeit für Sie in den letzten Jahren verändert?

Spannend ist, dass wir Jungen schrittweise mehr Verantwortung übernehmen dürfen – wenn man möchte. Ich wurde bereits recht früh von den erfahrenen Leitern gefragt, ob ich mir eine solche Funktion vorstellen kann. Das ist wichtig, weil es frischen Wind in die Sache bringt – und weil es meist zu wenige Leiter gibt. Ich denke: Je früher man damit anfängt, desto eher macht man auch weiter.

Was ist Ihr persönliches Highlight Ihrer bisherigen Zeit im Verein?

Ich würde sagen, dass das Gemeinschaftliche immer ein Highlight ist: Man trainiert zusammen, geht an Wettkämpfe und feiert gemeinsam die Erfolge. Zum Beispiel an den Regionalmeisterschaften letztes Jahr in Fehraltorf: Da haben wir recht gut abgeschnitten. Nach der Rangverkündigung standen alle auf den Festbänken und feierten. Und gerade als junge Turnerin oder junger Turner ist es schön, wenn man weiss, dass man Teil einer Gemeinschaft ist und Leute hat, die hinter einem stehen.

Zum 125-Jahr-Jubiläum des Turnvereins Turbenthal stellen wir fünf Turnerinnen und Turner aus verschiedenen Riegen und Altersgruppen vor. In Kurzinterviews geben sie Antwort auf sechs aktuelle und persönliche Fragen.

Viele Vereine kämpfen mit Mitgliederschwund. Was motiviert Sie, sich weiterhin zu engagieren?

Wir sind ein recht grosser Verein und deshalb vielleicht weniger stark von dieser Entwicklung betroffen. Aber auch wir merken zum Beispiel, dass viele Mitglieder als Kinder begeistert mitturnen und dann vor dem Übertritt in die aktiven Riegen den Anschluss verlieren und aussteigen. Früher war das anders – da war so gut wie klar, dass man weitermacht. Weil ich weiss, wie lässig das Vereinsleben ist, liegt es mir am Herzen, dass der Verein noch lange weiter besteht.

Was braucht es in Ihren Augen, damit der Verein auch in Zukunft attraktiv bleibt?

Ich finde, unser Jugendangebot ist schon sehr gut – wir haben immer wieder neue Ideen und entwickeln laufend neue Übungen. Das zeigt sich auch an der Grösse der Jugendabteilung. In Zukunft sollten wir noch stärker darauf achten, dass wir die nachrutschenden Mitglieder gut einbinden, und dafür sorgen, dass sie sich auch in den Aktivriegen wohlfühlen. Nur so bleiben sie uns erhalten.

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