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Tausende fordern mit Petition Hilfe für das Spital Wetzikon

Jetzt will sich auch die Bevölkerung für das GZO Spital einsetzen. Innert weniger Stunden unterzeichnen mehrere tausend Personen eine Petition an die Gesundheitsdirektion.

Viele Oberländerinnen und Oberländer blicken besorgt auf das Spital Wetzikon.

Foto: Mel Giese Pérez

Tausende fordern mit Petition Hilfe für das Spital Wetzikon

Unterstützung aus der Bevölkerung

Die Gesundheitsdirektion solle das GZO Spital finanziell unterstützen, fordert eine Onlinepetition. In wenigen Stunden haben bereits mehrere tausend Personen unterschrieben.

Die negativen Meldungen rund um das Spital Wetzikon rissen in den vergangenen Tagen und Wochen nicht ab. Seit der Kanton dem Spital Anfang April ein Unterstützungsgesuch in Höhe von 180 Millionen Franken nicht gewährte, stürzt das GZO immer tiefer in die Krise.


> > Lesen Sie hier, was in der Wetziker Spitalkrise bisher passiert ist.


Die Entwicklung löst in der Bevölkerung grosse Sorgen aus, wie jetzt auch eine Onlinepetition zeigt. Am Sonntagmittag wurde die Unterschriftensammlung von der Wetzikerin Irene Stadler und einer Mitstreiterin lanciert. Bis am Abend hatten innerhalb von elf Stunden schon über 4500 Personen unterschrieben. Am Samstag waren es bereits über 18’400 (Stand: 12 Uhr).

Belastende Situation

Die Forderung der Petition ist eindeutig, und sie richtet sich in Briefform direkt an Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP): «Helfen Sie dem GZO.» Es sei das Herz der Gesundheitsversorgung im Oberland, heisst es. Und: «Wir alle brauchen das GZO.»

Nicht nur für Anwohnerinnen und Anwohner, sondern für das gesamte Oberland sowie teilweise den angrenzenden Kanton St. Gallen sei die aktuelle Situation sehr belastend.

Gerade für ältere Menschen sei ein Spital in der Nähe wichtig. Anfahrtswege sollten «nicht unverhältnismässig lange dauern und unzumutbar» sein. Ausserdem sei das Spital einer der grössten Arbeitgeber in der Region Wetzikon.

Umdenken gefordert

Unfair behandelt fühlen sich die Initianten der Petition auch im Vergleich mit dem Zürcher Kinderspital. Diesem beschied der Kanton Systemrelevanz – im Gegensatz zum GZO Spital – und unterstützte es mit einem Millionenbetrag. Auch im Oberland würden die Menschen Steuern für eine Gesundheitsversorgung in der Region bezahlen, finden die Petenten.

Gesundheitsdirektorin Rickli solle deshalb den abschlägigen Entscheid zur Millionenunterstützung für das Wetziker Spital nochmals überdenken. «Geben Sie sich einen Ruck und sprechen Sie dem GZO den notwendigen Kredit zu», fordert die Petition.

Bevölkerungswachstum beunruhigt

Zahlreiche Unterzeichnende äussern sich zudem in den Kommentaren zu «ihrem» Spital. Es zeigt sich, dass neben der längeren Anfahrt in einer Notfallsituation vor allem das Patientenaufkommen die Oberländerinnen und Oberländer beunruhigt.

«Das GZO ist wie alle umliegenden Spitäler sehr gut ausgelastet», heisst es etwa. «Wo sollen denn alle diese Patienten sonst unterkommen?», fragt ein anderer Unterzeichner.

Der Druck auf die umliegenden Spitäler würde ausserdem künftig weiter steigen. «Wetzikon wächst und wächst – sowie das Zürcher Oberland», schreibt eine Unterzeichnerin. «So gibt es keine lückenlose Versorgung mehr», warnt eine weitere Person. Der Tenor unter den Tausenden Unterzeichnenden ist darum klar: «Dieses Spital muss bleiben.»

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