«Lehrpersonen werden sich nun im Sexualkundeunterricht nicht sicherer fühlen»
Nach Schuleklat in Pfäffikon
Camilla Christensen arbeitet seit 2010 als Sexualpädagogin. Sie erzählt, wie wichtig es ist, Kinder in der 5. Klasse über Liebe, Freundschaft und Sexualität aufzuklären.
Der Fall des schwulen Lehrers, der in Pfäffikon ins Visier von wertkonservativen Eltern geraten ist – und nun nicht mehr an der Schule unterrichtet –, löst Betroffenheit aus. Die Eltern wollten ihre Kinder aus seinem Sexualkundeunterricht nehmen.
Während die Eltern zuerst seinen Unterricht kritisierten, wurde der Lehrer später zur Zielscheibe. Zunächst stellte sich die Schulleitung hinter den Lehrer, dann forcierte sie im Februar seinen Abgang.
Sexualkundeunterricht in Schulen scheint noch immer ein heikles Thema zu sein. Es zeigt zum einen, wie die Aufklärung auch im Jahr 2024 mit Scham und Unsicherheit behaftet sein kann. Zum anderen fördert es unter Lehrpersonen ein Unwohlsein, wenn Eltern eine solche Macht ausüben können. Wie also den Sexualkundeunterricht passend gestalten?

