«Ich bin stolz, etwas Grösseres angestossen zu haben»
Pfäffikon: Schwuler Lehrer ist dankbar
Die Geschichte rund um den forcierten Abgang eines homosexuellen Lehrers von der Schule Obermatt in Pfäffikon hat hohe Wellen geworfen. Jetzt gewährt er einen Einblick in seine Gefühlswelt.
Es geht um Homosexualität, Mobbing, Religion, Sexualkunde, Eltern, Schule: Dass seine Geschichte für Aufsehen sorgen würde, war Daniel Brunner klar. Der schwule Primarlehrer war am Pfäffiker Schulhaus Obermatt von wertkonservativen Eltern unter Beschuss geraten und danach von der Schulleitung zum Abgang gedrängt worden.
Genau zwei Wochen ist es her, dass wir im «Zürcher Oberländer» vom 18. April den Fall publik gemacht haben – und der 40-Jährige von einer Welle der Solidarität überflutet wurde. Brunner hatte zwar mit Reaktionen gerechnet. Doch die Dimensionen haben ihn überwältigt.
Jetzt sitzt er an einem schönen Frühlingstag in einem Ustermer Café und versucht das Geschehene einzuordnen. Das Pseudonym, das ihm diese Zeitung gegeben hat, möchte er dabei nicht ablegen. Es geht ihm um den Fall, nicht um seine Person. Das soll so bleiben.

