Keiner zu klein, ein Experte zu sein
Begabten- und Begabungsförderung an Wolfhauser Schule
An der Primarschule Wolfhausen ist im Moment niemand darüber erstaunt, wenn die Schüler mal mit dem Akkordeon unter dem Arm, mal mit dem Schlagzeug im Schlepptau zum Unterricht erscheinen.
In der dritten Klasse der Wolfhauser Primarschule sitzen die Kinder im Kreis und hören gebannt Annika* zu, die mit flinken Fingern auf ihrem Akkordeon vorspielt. «Hat jemand eine Frage an Annika?», wirft Blandy Amsler, eine der beiden Lehrerinnen, in die Runde. Unzählige Hände schnellen in die Höhe. «Spielst du uns noch ein Lied vor?», lautet die erste Frage einer Mitschülerin, «ich finde, du kannst sehr gut spielen mit deinen neun Jahren.»
An der Schule Wolfhausen befassen sich die Kinder im aktuellen Schuljahr mit dem Projekt «Zündholzschächteli». Dieses wird im Rahmen des Förderkonzepts «Zündschnur» umgesetzt – eines jährlich wechselnden Programms. Seit 2018 engagieren sich eine Arbeitsgruppe und die Schulleiterin Susanne Semrau für die Begabten- und Begabungsförderung an der Primarschule Wolfhausen.
Im «Zündstoff-Jahr» erhielten die Schüler von externen Experten Wissen vermittelt. Im «Zündschnur-Jahr» dann wurde eine Projektwoche durchgeführt. Nun, im Jahr des «Zündholzschächteli», werden die Kinder selbst zu Experten. Sie dürfen ihr Können und Wissen den anderen Schülern in einer Präsentation zeigen. Und zwar von der Kindergartenstufe bis zur sechsten Klasse.

