Über eine Million Haustiere
Susanne Manser aus Egg
Sie sind weder kuschlig noch schmusen sie gern – dafür aber produzieren sie eines der beliebtesten Schweizer Lebensmittel. Susanne Manser aus Egg über ihre Bienen und das Einfangen von Ausbüxern.
«Ich bin auf dem Bauernhof aufgewachsen, mein Onkel und meine Tante haben damals schon Bienen gehalten», erzählt Susanne Manser. Sie habe das schon immer fasziniert. Irgendwann war der Onkel nicht mehr in der Lage, die Imkerei weiterzuführen. «Und es kann ja nicht sein, dass diese Tradition nicht übernommen wird!», erklärt die 56-jährige Eggerin. Sie sitzt am Esstisch ihres Hinteregger Einfamilienhauses, die Hände um eine Tasse Kaffee geschlungen. Draussen rieselt leise der Schnee, auf dem Tisch brennen Kerzen – es sind Bienenwachskerzen von ihren eigenen Bienenstöcken. Es ist warm und riecht nach Honig.
Um in des Onkels Fussstapfen zu treten und sein Bienenhaus auf dem Pfannenstiel zu übernehmen, folgte 2015 die Ausbildung zur Imkerin. «Die ist zwar nicht obligatorisch, wird aber empfohlen, und es hilft, die Arbeit und deren Hintergründe zu verstehen», erklärt Manser. Von Wild- und Honigbienen, der richtigen Haltung, dem Umgang mit Honig – all dies lernte sie über zwei Jahre an zweimal je neun Samstagen. Parallel zum Kurs konnte sie von der über 70-jährigen Erfahrung ihres Onkels profitieren. Und dann gings auch schon los mit eigenen Bienenvölkern. Jetzt hält sie in ihren beiden Bienenhäusern auf dem Pfannenstiel und in Uessikon/Maur 30 Völker mit je rund 40’000 bis 60’000 Bienen. Das sind zwischen 1,2 und 1,8 Millionen Tiere, um die sich Susanne Manser kümmert.


