Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Initiative für sieben Stunden Nachtruhe am Flughafen steht

Fair in Air vermeldet einen Erfolg: Ihre Nachtruhe-Initiative kommt zustande. Doch bevor sie an die Urne kommt, muss sich der Kantonsrat damit befassen.

Nach der Pistenverlängerung muss sich der Kantonsrat – und später auch das Volk – auch mit dem Thema Nachtruhe auseinandersetzen.

Foto: Hansjürg Egger

Initiative für sieben Stunden Nachtruhe am Flughafen steht

Vorlage von Fluglärmgegnern

Fair in Air und fünf weitere Anti-Fluglärm-Organisationen haben die Unterschriften für eine Initiative zusammen. Forderung: sieben Stunden Nachtruhe am Flughafen.

Martin Liebrich

Die Anti-Fluglärm-Organisation Fair in Air vermeldet einen Erfolg. Die Nachtruhe-Initiative zur Reduzierung des Fluglärms kommt zustande. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung hervor. Eine Unterschriftensammlung sei erfolgreich verlaufen, die Anzahl von 6000 Unterschriften übertroffen worden.

Die Initiative fordert, dass eine siebenstündige Nachtruhe eingehalten werden muss. Diese ist nicht neu. Zwischen 23 und 6 Uhr dürfen am Flughafen Zürich keine Flüge geplant werden, doch darf die halbe Stunde zwischen 23 und 23.30 Uhr zum Verspätungsabbau genutzt werden.

Für spätere Starts und Landungen ist eine Ausnahmebewilligung nötig. Zwischen 23 und 23.30 Uhr wird regelmässig geflogen. Allein im vergangenen Juli passierte das mehr als 500 Mal – mit 247 Starts und 300 Landungen. Teilweise wurde auch nach Mitternacht noch geflogen.

Staat soll Massnahmen ergreifen

Gefordert wird auch, dass der Staat Übertretungen der Aufsichtsbehörde des Bundes meldet und Massnahmen ergreift bei Verletzungen des Nachtflugverbotes. «Die regelmässige Verletzung der Nachtruhesperre durch die Flughafen Zürich AG soll mittels der vorliegenden Initiative unterbunden werden», schreibt Fair in Air. Präsident und Turbenthaler alt Gemeindepräsident Georg Brunner nennt die Initiative einen wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität rund um den Flughafen Zürich.

Man sieht einen Mann mit Hemd und Krawatte, der seine Arme verschränkt.
Den Kampf gegen die Pistenverlängerung verlor er, nun feiert er einen Erfolg: Fair in Air-Präsident Georg Brunner aus Turbenthal.

Auftrieb erhalten hatte die Diskussion um die Nachtruhe am Flughafen Zürich zuletzt im Vorfeld der Abstimmung zu den Pistenverlängerungen. Die Befürworterinnen und Befürworter der verlängerten Pisten hatten argumentiert, dank dem Ausbau komme es zu weniger Verspätungen. Und damit zu mehr Ruhe in den Nachtstunden.

Die Initiative unterstützt hatten neben Fair in Air fünf weitere Anti-Fluglärm-Organisationen. Sie wird laut Fair in Air am Montag um 11 Uhr an die Direktion der Justiz und des Innern in Zürich übergeben. Danach werden die Unterschriften geprüft und – falls alles gut ist – die Initiative für gültig erklärt.

Anschliessend kommt sie in den Kantonsrat, der einen Gegenvorschlag ausarbeiten könnte. Unabhängig davon haben schliesslich die Stimmberechtigten im Kanton über die Initiative zu befinden.

Pro Flughafen hat scharf reagiert

Die Reaktion von Pro Flughafen liess nicht lange auf sich warten und fällt sehr scharf aus. Die Initiative wird von dem Verein als «Flugverbots-Initiative» bezeichnet und als Angriff den Flughafen. Sie wolle, dass Verspätungsabbau grundsätzlich nicht mehr zulässig sei. Es handle sich um einen Direktangriff auf den Drehkreuz-Betrieb am Flughafen Zürich. Pro Flughafen ist zudem der Meinung, die Initiative sei rechtswidrig und damit ungültig.

Der Flughafen Zürich AG attestiert Pro Flughafen grosse Anstrengungen für einen möglichst pünktlichen Flugbetrieb.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns