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Aufregung wegen Fällen von Krätze in Dübendorf

Krätze in Dübendorf: Nachdem in Elternchats die Wogen hochgingen und Falschinformationen geteilt wurden, greift nun die Primarschule ein.

So informierte der Kanton mit einem Merkblatt über Krätze.

Screenshot: Merkblatt Kanton Zürich

Aufregung wegen Fällen von Krätze in Dübendorf

Dreimal Krätze = Elternbrief

Gerüchte und Falschinformationen machten in Elternchats die Runde, nachdem einzelne Fälle von Krätze an Dübendorfer Schulen bekannt geworden waren. Nun haben die Verantwortlichen eingegriffen.

Drei Fälle von Krätze wurden in den letzten vier Wochen an der Dübendorfer Primarschule registriert. Am vergangenen Freitag reagierte die Schule mit einem Elternbrief, in dem sie über die durch Milben ausgelöste Hautkrankheit und deren Behandlung informiert.

«Betroffen waren unterschiedliche Schulhäuser», sagt Karin Zulliger, die Leiterin Bildung. Von einer Ansteckung innerhalb einer Klasse sei ihr nichts bekannt. Im Gegensatz etwa zu Läusen sei für eine Übertragung ein intensiver Hautkontakt nötig.

Mühsam, aber behandelbar

«Bei 2000 Schülerinnen und Schülern sind drei erkrankte Kinder ein verhältnismässig tiefer Wert und kein Vergleich zu den Fällen von Grippe, Röteln oder Wilden Blattern, die wir registrieren», so Zulliger. Die Erkrankung sei wegen des Juckreizes zwar unangenehm, lasse sich aber leicht mit Cremes behandeln. «24 Stunden nach Beginn der Behandlung kann das Kind wieder zur Schule.»

Man habe die Situation Anfang dieser Woche mit dem schulärztlichen Dienst des Kantons Zürich besprochen und die direkt betroffenen Familien informiert, heisst es im Elternbrief. Weiterführende Massnahmen sind laut Karin Zulliger erst nötig, wenn in derselben Klasse drei Kinder erkranken.

Kein Hygieneproblem

Dass die Schule überhaupt mit dem Informationsschreiben an die Öffentlichkeit gegangen sei, habe mit Gerüchten und Fragen einzelner Eltern zu tun, so die Leiterin Bildung. Die Nachricht von Krätzefällen habe sich über Elternräte und Klassenchats verbreitet, dabei seien auch Falschinformationen geteilt worden. «Und darauf haben wir nur reagiert.»

Letztlich sei die Krätze extrem schambehaftet, sagt Karin Zulliger. «Dabei hat die Erkrankung nichts mit mangelnder Hygiene zu tun, sondern tritt einfach dort auf, wo Menschen auf engem Raum zusammenkommen.»

Sek zieht nach

Am Dienstag reagierte auch die Sekundarschule mit einem Elternbrief. Zwar habe man derzeit keine Kenntnis von Krätzefällen an der Sek, heisst es da. Die Information diene als Vorsichtsmassnahme – und um zu verhindern, dass sich die Krankheit auch in der Sekundarschule ausbreite.

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