Frühling dauerte kurz
Die Frühlingstemperaturen haben nach wenigen Tagen schon die Rekordmarke erreicht. Ein Besuch an beliebten Ausflugsorten am Pfäffikersee, an der Töss und auf dem Bachtel.
Am vergangenen Wochenende kletterten die Frühlingstemperaturen schon ins Sommerliche hinauf. Verantwortlich dafür war ein atlantischer Hochdruckrücken, der aufgeheizte, subtropische Luft zu uns ins Oberland brachte. Temperaturen um die 25 Grad lockten die Oberländerinnen und Oberländer an die Töss, auf den Bachtel und an den Pfäffikersee.
Die Redaktion wollte wissen, wohin es die Menschen in der Region an diesem unverhofft heissen Wochenende zog – und was sie alles unternahmen.
Erst aber ein Blick in die Vorbereitungsphase. Denn einige hatten das schöne Wetter vorausgesehen und die Vorbereitungszeit genutzt: Zum Beispiel haben Metzgereien mehr Grillfleisch als üblich vorbereitet. Dieser Plan ist auch für Marc Hammerbauer von der Metzgerei in Wila aufgegangen.

Am Samstag bei Ladenschluss blieben in der Grillabteilung seiner Fleischtheke nur noch vereinzelte Stücke übrig. Hammerbauer wurde schon am Freitag von der Kundschaft überrannt. Die verkaufte Menge brachte selbst ihn zum Staunen.
Den Winterspeck abradeln
Ein Rundblick von der «Bachtel Ranch» aus überraschte mit einer ungetrübten Weitsicht. Mit dieser Aussicht belohnte sich auch David Lanter. Er ist am Samstagmorgen um 10 Uhr in Zürich mit seinem Bike gestartet und über den Üetliberg auf den Bachtel gefahren. Auf der Höhe der «Bachtel Ranch» war er schon seit 2 Stunden und 43 Minuten unterwegs. Doch er gönnte sich keine Zeit zum Durchatmen, erst wollte er ganz nach oben auf den Bachtel radeln.



Am Pfäffikersee genossen die Menschen die Sonne im Gartenrestaurant oder flanierten gemütlich am See. Beat Müller aus Hittnau kam gegen Mittag von seinem Fischfang zurück. Die fünf Felchen hatte er jedoch wieder hineingeworfen, sie seien zu klein gewesen.
Müller erfreut sich schon seit 50 Jahren an der Fischerei und ist stolz, wie sich die Lebensbedingungen im See zum Guten verändert hätten: Heute gibt es hier wieder Felchen und Seeforellen.


Die Weitsicht lockte am vergangenen Wochenende auch die Modellflieger auf den Flugplatz Längi bei Pfäffikon. Emil Giezendanner startete seinen Modellsegler mit Spannweite von 6,50 Metern. Mit einem kleinen Elektromotor kann das Riesenmodell selber losfliegen.


In der Töss in Wila sah man schon erste Badefreudige am Toni-Gumpe. Dieser ist schon längst kein Geheimtipp mehr. Auf der Route zum Hohenlandenberg beim Einstieg in den Guyer-Zeller-Weg befindet sich bei einer Schwelle der Töss der Toni-Gumpe: ein beliebter Badeplatz für Gross und Klein. Sogar Kinder aus Wolfhausen verbrachten den ganzen Nachmittag am und im Fluss.
