Das Café am Stadtpark Uster ist jetzt ein Grill
Essen im Park
Die Saison ist eröffnet, und das Aprilwetter lässt grüssen: Der neue Pächter Athanasios Dailianis und sein Team stellen ihre spezielle Currywurst vor.
Schon am Ostersonntag eröffnete der neue Pächter Athanasios Dailianis die Pforten des kleinen Grills im Zentrum von Uster. «Wir wurden fast überrannt», sagt er zufrieden, dabei hätten er und sein Team gar keine Werbung gemacht. «Wir hatten alle Muskelkater am nächsten Tag.» Allerdings habe es noch an kleinen Dingen gefehlt, zum Beispiel seien für Cocktails noch keine Orangenschnitze vorrätig gewesen.
Aprilwetter anders als gedacht
Ein Outdoor-Restaurant ist für den Betreiber des griechischen Restaurants Poseidon in Uster eine neue Situation. «Jetzt müssen wir halt immer die Wetterprognosen berücksichtigen», sagt er. Für den offiziellen Eröffnungstag am Dienstag war es dennoch schöner als vorausgesagt.
Das ist auch der Grund, warum man Dailianis schon kurz vor 12 Uhr im Stadtpark antrifft. Er packt neben den beiden Mitarbeiterinnen Petra Kessler und Carol Moscianese mit an für das Mittagessen.
«Ich bin es gewohnt, dass die Leute anstehen und warten müssen», sagt Petra Kessler. Sie hat den «Windy Corner» im Speck in Fehraltorf betrieben. Athanasios Dailianis habe sie abgeworben für den «Stadtpark Grill». «Meine Tochter hatte gar keine Freude», sagt sie lachend.
Denn ihre Tochter führt das Restaurant beim Flughafen Speck. Ausschlaggebend für Kessler war jedoch die Lage ihres neuen Arbeitsplatzes. Sie wohnt schräg gegenüber dem Ustermer Stadtpark. «Den Park hier als Arbeitsort zu haben, das gefällt mir sehr.»
Eine Spezialität des «Grills» sei die Currywurst, sagt Dailianis. «Wir haben von drei unterschiedlichen Gruppen eine Currysauce vorbereiten lassen», darunter sei sein Team gewesen, ein Spitzenkoch und die Metzgerei Hotz. Zwölf Menschen hätten die Saucen probiert und einstimmig entschieden, welche Currywurst gewinne.
Die Sauce mit der speziellen Zutat
Man ahnt es schon: Es war diejenige, die Dailianis’ Team selber kreiert hatte. «Eigentlich hätte ich die Wurst gerne Athi-Wurst genannt, dachte dann aber, das sei wohl dann doch zu viel des Guten», sagt er und schmunzelt. Den Namen des Spitzenkochs, der auch beim Wettbewerb mitgewirkt hatte, den will er aber nicht verraten. Nur so viel: In der teameigenen Spezialsauce sei Apfelmus drin.
Der Rucola überrascht
Auch Gast Thomas Fischer freut sich über die neue Menükarte. Er hat soeben eine Bratwurst gegessen. «Ich schätze es, dass es neben dem normalen Salat auch einen Kartoffelsalat gibt», sagt er. Er wohnt nur zwei Gehminuten vom Stadtpark entfernt. «Per Zufall war ich schon am Sonntag hier, da ich sowieso mit meinem Hund jeden Tag hier vorbeikomme.»
Am Nebentisch sitzt eine Frau mit ihren zwei Söhnen. Sie lobt die karamellisierten Zwiebeln im Burger. Ihr Sohn hingegen mag das spezielle Grün. «Rucolasalat in einem Burger finde ich ziemlich ungewöhnlich, schmeckt aber überraschend gut.»
Die Tische füllen sich kurz nach 12 Uhr ziemlich schnell, die Leute essen, doch danach zieht Regen auf. Das ist kein Problem, denn Dailianis hat vorgesorgt: Direkt neben dem Tresen gibt es ein paar Stehtische, die geschützt sind. Mitarbeiterin Moscianese zieht schnell die Wand zu, die sie direkt nach dem Regenguss auch wieder öffnet.
Für die hintere Wand hatte sie eine Idee: Es soll eine kleine Bibliothek entstehen. Die Gäste können Bücher mitbringen. Ein Sofa will Dailianis aber nicht hinstellen, weil dies den Eingang in die Landihalle verstellen würde.
«Wir haben alles, was wir vorhatten, nur der Schülerpass ist noch nicht bereit.» Dailianis plant, für die Schülerinnen und Schüler eine Pasta-Box als Lunch zu einem fairen Preis anzubieten. Bis jetzt habe man auf jeden Fall am meisten Kaffee verkauft. «Aber auch die Glacen gingen trotz Aprilwetter schon gut weg», sagt Dailianis. Die Tiefkühltruhe sei am Sonntag noch zum Bersten voll gewesen.