«Ich gehe erst auf den Mars, wenn dort ein Swimmingpool gebaut ist»
Frau verliebt sich ins Weltall
Die Dübendorferin Hanna Sathiapal hat mit Weltraummissionen und Nasa-Wissenschaftlern zu tun. Den Zugang zum Weltall hat sie allerdings erst spät gefunden. Und die Erde ist ihr immer noch lieber als der Mars.
Hanna Sathiapal sitzt am Tisch des «Raumschiffs» und blickt auf Abbilder der Monde unseres Sonnensystems. «Europa finde ich den spannendsten», sagt die Dübendorferin. Gemeint ist der kleinste der vier Monde von Jupiter, der aber immer noch der sechstgrösste im Sonnensystem ist. Unter der Eisschicht verbirgt sich ein Ozean, was Sathiapal fasziniert. «Wer weiss, vielleicht gibt es darin Leben.»
Das «Raumschiff» ist ein Raum im Parterre der Zwicky-Überbauung im Nordwesten Dübendorfs. Geführt wird es vom Verein Astronomie-Werkstatt, der dort Vorträge, Workshops und Kurse für Kinder und Erwachsene anbietet. Hanna Sathiapal ist die Gründerin des Vereins und organisiert als Co-Leiterin regelmässige Veranstaltungen wie den Planeten- oder den Galaxien-Club.
Sie öffnet die Türen des «Raumschiffs» und schaut, ob nicht eines der Quartierkinder hereinkommen will, um etwas über das Weltall zu erfahren. Tatsächlich drücken auch an diesem Nachmittag ein paar Knirpse ihre Nasen gegen das Schaufenster, in dem Spielzeugastronauten, Styropor-Planeten und Teleskope ausgestellt sind.

