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Hinwiler Kirchgemeinden schliessen sich zusammen

Das neue Netzwerk soll Probleme wie den Mitgliederschwund und andere Herausforderungen langfristig angehen.

Die reformierten Kirchengemeinden in Hinwil schliessen sich zusammen.

Foto: Fabio Meier

Hinwiler Kirchgemeinden schliessen sich zusammen

Reformierte Kirchen Zürcher Oberland

An der Hinwiler Bezirkskonferenz kamen alle elf reformierte Kirchgemeinden zusammen und gründeten ein Netzwerk. Herausforderungen sollen so künftig gemeinsam angegangen werden.

Reformierte Kirchgemeinden im Oberland wappnen sich für die Zukunft. Alle elf Kirchgemeinden des Bezirks Hinwil trafen sich am 9. März zu einer Bezirkskonferenz in Grüningen und gründeten ein neues Netzwerk: Reformierte Kirchen Zürcher Oberland – Bäretswil, Wald, Gossau, Hinwil, Grüningen, Fischenthal, Rüti, Bubikon, Dürnten, Seegräben und Wetzikon.

Die Konferenz sollte als erste Diskussionsplattform dienen, teilt die RKZO mit. Ausserdem sollen sich die Gemeinden besser kennenlernen, vernetzen und über sich verschiedene Themen austauschen können. Der Fokus sei das Miteinander, heisst es weiter. Die Kirchgemeinden wollen künftig Herausforderungen zusammen angehen, wie etwa gesellschaftliche Entwicklungen, Mitgliederschwund oder Unterbesetzungen von Pfarrstellen.

Ein neuer Anlauf für Zusammenarbeit

Vor mehr als zehn Jahren war bereits ein Fusions-Prozess zwischen den Kirchgemeinden im Bezirk Hinwil gestartet. Dieser wurde jedoch wieder abgebrochen. Damals entschieden sie sich mehrheitlich für einen Alleingang – der Prozess endete 2017.

Im letzten Frühjahr reichte der Steuerungsausschuss «Zukunft der Kirche im ZOL» Vorschläge zur Netzwerkgründung ein. Die Zusammenarbeit der reformierten Kirchen im Bezirk soll somit gefördert und gestärkt werden.

Darum ginge es auch Carola Heller von der Bezirkskirchenpflege (BKP). Es sei nicht mehr zeitgemäss, dass die BKP bloss als Aufsicht fungiere. Sie müsse auch unterstützend wirken, wie etwa bei Renovationsbedarf an Liegenschaften, der Digitalisierung der Kirchen oder bei Steuerausfällen. An der Konferenz sollte sich herausstellen, dass die meistens Kirchgemeinden mit ähnlichen Probleme zu kämpfen haben.

Mitgliederbeitrag von 25 oder 50 Rappen

Die Verantwortung für das neue kirchliche Netzwerk tragen die teilnehmenden Kirchgemeinden. Vertreten werden diese durch die Präsidien an der Präsidienkonferenz und Pfarrpersonen im Pfarrkapitel.

Beide Gremien setzen einen Steuerungsausschuss ein, der sich aktiv um die Entwicklung der Vereinigung kümmern und die Bezirkskonferenz organisieren soll. Regelmässig soll der Steuerausschuss den Präsidien und Pfarrpersonen rapportieren.

Jede Gemeinde, die Mitglied im Netzwerk ist, steuert entweder 25 Rappen oder 50 Rappen pro Kirchenmitglied im Jahr bei – die Wahl des Betrags sei frei wählbar und hänge von der Finanzkraft der Kirchgemeinde ab. Das Verwalten der Netzwerk-Kasse übernimmt die Kirchgemeinde Hinwil.

Verschiedene Vertreter von reformierten Kirchgemeinden in Hinwil
(v.l.n.r.): Pfarrer Matthias Walder - Dekan des Kapitels Hinwil, Hansjörg Herren, Vorsitzender der Präsidienkonferenz Referat. Kirchgemeinden Bezirk Hinwil, Markus Kreienbühl, Präsident Kirchenpflege Grüningen, Carola Heller, Präsidentin der Bezirkskirchenpflege, Dr. Daniel Stoller-Schai, Sekretär der Präsidienkonferenz

Der Steuerungsausschuss rechnet in den ersten zwei Jahren mit jährlichen Aufwänden von 10'000 bis 15'000 Franken. Die teilnehmenden Kirchgemeinden sollen jährlich eine Erfolgsrechnung der RKZO erhalten, in der auch Überschüsse der Kasse ausgewiesen werden. Budget und Jahresrechnung sollen von der Präsidienkonferenz abgenommen.

Symbol für den Zusammenhalt

Am Ende der Bezirkskonferenz überreichte Pfarrer Matthias Walder, Dekan des Kapitel Hinwil, der Gemeinde Grüningen eine brennende Öllampe.

Diese soll im Verlauf des Jahres von Gemeinde zu Gemeinde weitergereicht werden, zusammen mit einem Ermutigungsberief, der individuell verfasst werden soll. Ein Symbol für die Verbundenheit, wie es in der Mitteilung heisst.

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