Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Gesellschaft

Arbeiten für neue Mädchengarderobe des FC Bauma starten

Nicht nur das Dorf, sondern auch der lokale Fussballclub wächst – nicht zuletzt bei den Mädchen. Um sich dafür zu wappnen, baut der FC Bauma nun eine Garderobe für die jungen Fussballerinnen.

Am Samstag fiel der Startschuss für die Arbeiten an der neuen Mädchengarderobe des FC Bauma.

Foto: Manuela Kägi

Arbeiten für neue Mädchengarderobe des FC Bauma starten

Breitenfussball im Tösstal

Bis zuletzt mussten die Nachwuchs-Kickerinnen des FC Bauma ohne eigene Garderobe auskommen. Am Samstag feierte er den Spatenstich für das neue Gebäude. Und auch sonst will sich der Klub für den Mädchenfussball einsetzen.

Dass Fussball ein Volkssport ist, der Jahr für Jahr viel Nachwuchs anzieht, braucht man wohl niemandem zu erklären. Das widerspiegelt sich auch in den Zahlen. «Statistisch gesehen fangen 55 Prozent der Buben mit dem Fussballspielen an», sagte Werner Berger, Präsident des FC Bauma.

In den letzten gut zehn Jahren hat sich die Mitgliederzahl des Vereins in der Jugendabteilung fast verdoppelt. 150 Juniorinnen und Junioren zählt der FC Bauma aktuell. Und mit dem Bevölkerungszuwachs in der Gemeinde Bauma – bis zu 1500 neue Einwohner werden bis 2030 erwartet – dürften es noch mehr werden.

Den grossen Zulauf verdankt der Fussballklub nicht zuletzt dem steigenden Interesse der Mädchen. Denn laut der eingangs zitierten Statistik beginne bereits jedes fünfte Mädchen, Fussball zu spielen, sagte Berger, «Tendenz rasch steigend». Bereits heute spielen 12 Juniorinnen beim FC Bauma.

Auf diese Entwicklung reagiert der Klub nun mit dem Bau einer neuen Mädchengarderobe. Am Samstag fand der Spatenstich für das neue Gebäude statt, dieser Tage beginnen die Aushubarbeiten. «Es freut mich sehr, dass es nach langer und intensiver Planung endlich losgeht», sagte der Präsident in seiner Ansprache.

Das bisherige Garderobengebäude ist 17 Jahre alt. «Bei der Planung gingen wir davon aus, dass wir genügend Platz haben», sagte Berger.

Damals mussten die wenigen Mädchen, die beim FC Bauma kickten, mit der Schiedsrichtergarderobe vorliebnehmen. Bald kam die Idee auf, einen provisorischen Raum für die Fussballerinnen zu reservieren.

Gemeinde hilft bei Finanzierung

«Doch dann haben wir rasch erkannt, dass wir eine richtige Lösung brauchen – auch mit Blick auf die Zukunft», erzählte der Präsident. Mit dem Anliegen gelangte er an die Gemeinde. Denn um die neue Garderobe zu bauen, fehlten dem Verein 380’000 Franken.

Dort stiess Berger auf fruchtbaren Boden – im vergangenen Juni erhielt die Gemeinde von der Bevölkerung den Segen, dem Klub ein zinsloses Darlehen in Höhe von 400’000 Franken zu gewähren.

Total rechnet der FC Bauma mit Baukosten von rund 600’000 Franken. Einen Teil der Kosten deckt er selber – mit Eigenleistungen. Hinzu kommen rund 100’000 Franken aus dem kantonalen Sportfonds.

«Ein entscheidender Vorteil ist sicher auch, dass wir viele Profis im Verein haben, die sich im Baubereich auskennen und uns unterstützen können», sagte Werner Berger. Darunter befindet sich etwa ein pensionierter Architekt. Er hat die Pläne für die neue Garderobe entworfen.

Reines Mädchenteam auf der Agenda

Diese ist als Anbau an das bestehende Gebäude geplant. Es handelt sich um einen Holzbau mit Flachdach, der sich farblich an die Gestaltung des bestehenden Vereinshauses anlehnt.

Im Vorfeld hatte man auch mehrmals eine Lösung mit Containern geprüft. «Unter dem Strich wäre das aber nicht viel günstiger gewesen», so Berger, «hätte aber trotzdem wie ein Provisorium gewirkt.» Deshalb fiel der Entscheid schliesslich zugunsten eines fixen Anbaus.

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis im kommenden Herbst. Im neuen Jahr soll die Garderobe dann festlich eingeweiht werden. Ist die neue Garderobe einmal in Betrieb, kann der FC Bauma künftig auch eine reine Mädchenmannschaft einführen. Eine solche gibt es im Tösstal bereits in Turbenthal.

Und der Präsident kündigte für 2025 gleich ein weiteres Highlight an: «Wie schon vor fünf Jahren wollen wir einen Profi-Match bei uns organisieren.» Damals spielten die FCZ-Frauen auf der Schwendi gegen den deutschen Bundesligisten SC Freiburg.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns