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Dübendorfer Brauerei liefert Material für Superverpackung

Was in der Dübendorfer Pentabier-Brauerei als Abfall anfällt, verarbeiten Forscher der Empa ein paar Meter weiter zu einem innovativen Produkt.

Heinz Keller ist der Pentabier-Chefbrauer. Nun lieferte er das Rohmaterial für die Forschung. (Archiv)

Foto: Nicolas Zonvi

Dübendorfer Brauerei liefert Material für Superverpackung

Abfall wird zu Werkstoff

Forscher der Empa haben aus einem Abfallprodukt der Dübendorfer Kleinbrauerei Pentabier einen hochwertigen Werkstoff für Lebensmittelverpackungen gewonnen.

Biertreber werden in der Regel kompostiert oder an Tiere verfüttert. Doch nun haben Empa-Forscher ein Verfahren entwickelt, um aus dem Brauereiabfall hochwertige Nanocellulose herzustellen. Das schreibt die in Dübendorf beheimatete Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in einer Mitteilung.

Aus Abfall wird Verpackung

Nanocellulose ist ein vielseitiger, biologisch abbaubarer Rohstoff, der sich zum Beispiel zu Verpackungen oder faserverstärkten Kunststoffen verarbeiten lässt. «Mit unserem Verfahren können wir aus einem sehr günstig und in grossen Mengen verfügbaren Abfallprodukt, das heute grösstenteils verschwendet wird, hochwertige Materialien gewinnen», so Empa-Forscher Gilberto Siqueira.

Von dem Verfahren würden auch kleine Unternehmen profitieren, die so das Maximum aus den Rohstoffen herausholen könnten, die sie bereits verwenden. Wie etwa die Dübendorfer Kleinbrauerei Pentabier, die den Forschern das Rohmaterial für deren Experiment lieferte.

Isolation für Fleisch

Aus den Biertrebern lösten die Forscher die Nanocellulose-Fasern heraus und verarbeiteten sie durch Gefriertrocknung zu einem Aerogel mit ausgezeichneten Wärmeisolationseigenschaften. Ziel ist es, das Material für Verpackungen einzusetzen, insbesondere von temperaturempfindlichen Lebensmitteln wie Fleisch.

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